Schaf mit zwei Lämmern auf grüner Wiese

4 Gründe warum du dich nicht vor Tod und Krankheit fürchten musst!

Krankheit muss keine Bedrohung sein! Ich selbst bin seit dem Jahr 2018 chronisch krank. Darum habe ich eine neue Perspektive auf Gesundheit und Krankheit gesucht, ohne dabei meinen Glauben auf Heilung aufgeben zu müssen. Inspiriert hat mich Charles Haddon Spurgeon: Er liefert schlüssige Antworten und hat schon viele Menschen von ihren Ängsten befreit!

C.H.Spurgeon

(1834 – 1892) war ein englischer Baptistenpastor und gilt als einer der bekanntesten Prediger des 19. Jahrhunderts. Er kämpfte mit gesundheitlichen Problemen und Depression, bevor er jung verstarb.

Genau genommen folgt jetzt ein Gast-Artikel von C.H. Spurgeon. Ich habe seine Auslegung von Psalm 23 Vers vier etwas gekürzt und in Form gebracht. Obwohl dieser Text schon alt ist, hat er weder an Aktualität noch an Kraft verloren!

„Unser Psalmvers ist nicht alt und abgenutzt; er klingt dem Gläubigen noch heute so lieblich ins Ohr, wie zu Davids Zeiten, mögen Leute, die nach Neuem haschen, sagen, was sie wollen.“

C.H. Spurgeon

Spurgeon spricht bei seiner Auslegung zwar in erster Linie über den Tod. Wir können seine Worte aber auch auf Krankheit, Schwäche und Leid anwenden.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück: denn Du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

Psalm 23,4
  1. Wandern! Nicht rennen, nicht stillstehen.
  2. Der Tod muss keine Endstation sein!
  3. Wo Schatten ist, muss Licht sein!
  4. Fürchtest du dich vor einem Schatten?!
  5. Krankheit und Tod sind keine Bedrohung …
  6. … weil Gott bei mir ist!
  7. Gott kämpft für dich!

Wandern! Nicht rennen, nicht stillstehen.

Dieser unvergleichlich köstliche Vers ist an unzähligen Sterbebetten schon gesungen worden und hat dazu beigetragen, das „finstere Tal“ licht zu machen. Jedes Wort birgt einen Reichtum tiefer Bedeutung in sich. 

Ob ich schon wanderte – es ist, als beschleunigte der Gläubige seinen Schritt nicht im mindesten in Hast und Unruhe, wenn es zum Sterben geht, sondern als setzte er ganz ruhig seine Wanderschaft an Gottes Hand fort. Wandern bezeichnet den gemessenen Schritt einer Seele, die ihren Weg kennt, weiß, wohin er führt, und darum entschlossen ist, den Pfad bis an sein Ziel zu verfolgen; die sich ganz sicher fühlt und daher vollkommen ruhig und gesammelt ist. Das sterbende Gotteskind ist nicht in Aufregung; es rennt nicht, als wäre es in Schrecken, noch steht es still, als wollte es nicht weiter; es ist weder bestürzt, noch beschämt; darum hält es den gewohnten Schritt ein.

Der Tod muss keine Endstation sein!

Es geht ja nur durchs finstere Tal, wir bleiben nicht darin. Wir wandern durch die dunkle Schlucht des Todes und treten plötzlich in das helle Licht der Unsterblichkeit. Wir sterben nicht, sondern legen uns nur schlafen, um in der Herrlichkeit zu erwachen. Der Tod ist nicht das Haus, sondern die Vorhalle; nicht das Ziel, sondern der Durchgang, der dazu führt. 

Das Sterben wird hier ein Wandern durch ein Tal genannt. Auf den Bergen bricht der Sturm los, aber das Tal ist der Ort der Stille: So sind oft die letzten Tage und Stunden des Christen die friedevollsten seines ganzen Lebens. Die Bergeshöhen sind rau und kahl; aber das Tal ist voller goldener Garben: So hat auch mancher Jünger des Herrn mehr Freude und Erkenntnis eingeheimst, als es zum Sterben ging, als je in seinem Leben. 

Wo Schatten ist, muss Licht sein!

Sodann heißt es nicht: das Tal des Todes, sondern: das Tal des Todesschattens – das ist uns köstlich, die wir wissen, dass der Tod in der Tat seinem Wesen nach abgetan und nur sein Schatten übrig geblieben ist. Einer hat gesagt, wo Schatten sei, da müsse auch Licht sein; und so ist es hier. Der Tod steht an der Seite der Straße, die wir zu wandeln haben, und das himmlische Licht, das auf den Tod strahlt, wirft dessen Schatten auf unseren Pfad; lasst uns also fröhlich sein, dass jenseits des Todes das Licht scheint. 

Angst vor Krankheit und Tod ist wie Angst vor einem Schatten
Die meisten Ängste sind unbegründet, da sie sich nur in unseren Köpfen abspielen.

Fürchtest du dich vor einem Schatten?!

Kein Mensch fürchtet sich vor einem Schatten; denn ein Schatten kann niemand auch nur für einen Augenblick den Weg versperren. Der Schatten eines Hundes kann nicht beißen, der Schatten eines Schwertes kann nicht töten, der Schatten des Todes kann uns nicht verderben; darum lasst uns vor ihm keine Furcht hegen.

Krankheit und Tod sind keine Bedrohung …

Fürchte ich kein Unglück. (Buchstäblich: fürchte ich nichts Böses.) David sagt nicht, es werde in jenem dunkeln Tal nichts Böses sein; aber er fürchtet es nicht. Der Christ weiß, dass Jesus allen Gefahren die Spitze abgebrochen hat; ja, selbst die Furcht, jener Schatten des Unheils, mag völlig verschwinden. Die schlimmsten Übel sind diejenigen, die gar nicht vorhanden sind, außer in unserer Einbildung. Wenn wir uns an den wirklichen Übeln genug sein ließen, würden wir nicht den zehnten Teil der Sorgen haben, die uns jetzt bedrücken. Wir erleiden tausend Tode, indem wir den einen fürchten; David aber war von dem Übel der Furcht geheilt. 

… weil Gott bei mir ist!

Der Glaube spricht: Nicht fürcht’ ich Böses – auch nicht den Bösen selber; ich will mir vor dem letzten Feind nicht grauen lassen, sondern auf ihn als einen überwundenen, der Vernichtung anheim gegebenen Widersacher herabsehen, denn Du bist bei mir.

Das ist’s, was den Christen so fröhlich macht: Du bist bei mir. Das Kindlein dort draußen auf sturmbewegter See wird nicht von Angst gepeinigt wie all die andern Reisenden an Bord. Es schlummert süß in seiner Mutter Schoß, es ist ihm genug, dass seine Mutter bei ihm ist; und es sollte dem Gläubigen genug sein zu wissen, dass Christus bei ihm ist. Du bist bei mir und weil ich Dich habe, habe ich alles, was ich nur wünschen kann; ich habe überreichen Trost und bin unbedingt sicher, weil Du bei mir bist. 

Gott kämpft für dich!

Dein Stecken und Stab, womit du deine Herde leitest und beschützest, sie, die Sinnbilder deiner Oberhoheit und deiner liebreichen Fürsorge, trösten mich. Ich will’s glauben, dass du mich auch jetzt, im dunkeln Tal, leitest. Dein sanfter Hirtenstab waltet über mir; kein Feind wird mich überwältigen, kein Unglück mich befallen können.

Krankheit ist wie ein Tal
Krankheit kann wie ein Tal sein… Doch ein Tal bietet Schutz und ist fruchtbar. Und jedes Tal hat ein Ende!

Gott wartet nicht erst am Ende des dunklen Tals auf dich. Er ist jetzt bei dir, er begleitet dich! Darum brauchst du dich nicht zu fürchten, weder vor Krankheit noch vor Tod. Warte nicht passiv auf bessere Zeiten, sondern suche den Segen, den Gott dir JETZT schenken will.

HIER findest du die Auslegung von C.H. Spurgeon des ganzen Psalm 23


Kommentare

One response to “4 Gründe warum du dich nicht vor Tod und Krankheit fürchten musst!”

  1. […] Buch ist eine der Perlen von Charles Haddon Spurgeon. Was bemerkenswert ist: „Klare Worte für das tägliche Leben“ (Originaltitel: […]

Antworte auf den Kommentar von C. H. Spurgeon: Klare Worte Für Das Tägliche Leben – Reto KaltbrunnerAntwort abbrechen

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