Diese dreiteilige Serie widme ich allen Menschen in Verantwortung: Müttern, Chefs, Pastoren, Teamleiter, Alpha-Tieren, CEO’s, etc. Ich hoffe, meine Beiträge motivieren dich!
Also verstummte ich und sagte kein Wort mehr. Aber das half mir auch nicht weiter, mein Schmerz wurde nur noch schlimmer. Ich fraß den Kummer in mich hinein. Je mehr ich darüber nachgrübelte, desto tiefer geriet ich in Verzweiflung. Ich konnte es nicht mehr länger aushalten – schließlich platzte ich heraus: „HERR, lass mich erkennen, wie kurz mein Leben ist und dass meine Tage gezählt sind; wie vergänglich bin ich doch!“
Psalm 39,3-5
Manchmal zwingt mich Schmerz in die Knie:
Auf den Knien erkenne ich meine Menschlichkeit aber auch Gottes Grösse.
Auf meinen Knien bekenne ich, dass nur Gott über allem steht und ich einmal mehr an meine Grenzen gekommen bin.
Es ist auch auf meinen Knien, wo Gott zu mir sagt: „Meine Gnade ist alles, was du brauchst. Meine Kraft zeigt sich in deiner Schwäche.“ Und nun bin ich zufrieden mit meiner Schwäche, damit die Kraft von Christus durch mich wirken kann1.
Diese Worte von Paulus zeigen eindrücklich, wie er den Schmerz schlussendlich als seinen Diener akzeptieren konnte. Das ist dann ein echter Durchbruch: Wenn wir es schaffen, uns nicht länger gegen den Leiterschaftsschmerz zu wehren! Wenn wir Leiter unserem Schmerz auf Augenhöhe begegnen können, brauchen wir weniger Betäubungsmittel und sind weniger gereizt. Ausserdem hat er weniger zerstörerisches Potential, denn er kann unseren Glauben nicht mehr schwächen oder unsere Vision verkleinern. Nun kontrollieren wir unsere Leben und nicht länger der vergrabene Schmerz in uns.
Im heutigen Psalm wird sichtbar, wie Leid zu einem Lied werden kann. David verstummt nicht, er dreht sich nicht länger im Kreis – jetzt kommt er mit seinem Leid zu Gott.
David singt mitten im Leid ein Lied, er sieht Schmerz UND Segen, er bringt Klage UND Lob.
Schmerz ist dann unser Diener, wenn wir Gott mit beiden Händen anbeten und nicht nur mit der einen „Worship-Hand“. Wir strecken beide Hände offen gegen den Himmel, hinauf zu Gott. In der einen Hand der Segen und in der anderen der Leiterschaftsschmerz. Beides ist real. Beides muss uns dienen!
„Hole mich aus dieser Höhle heraus! Dann will ich deinen Namen preisen und dir vor allen danken, die zu dir gehören. Denn du hast mir Gutes getan.“
Psalm 142,8
Strecke Gott beide Hände entgegen; die eine Hand voller Segen, die andere mit deinem Schmerz.
1 2.Korinther 12,9


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