Gott will echte Kerle

????????????????????????????????????????‚Christliche Männer sind Warmduscher. Sie haben keine Ecken und Kanten, keine eigene Meinung. Ihr grösstes Abenteuer besteht darin, Sonntags die Predigt aufzuzeichnen. Oder die Kirchen-Kollekte einzusammeln. Ihre Leben sind langweilig und eintönig.‘ Hast du solche Sätze auch schon gehört? Oder hast du dich schon dabei erwischt, wie du solche Gedanken hattest?

Christen waren tatsächlich ein Grund, wieso ich keine Freundschaft mit Gott haben wollte. Insgeheim dachte ich, dass ich auch ’so‘ werden müsste, wenn ich mein Leben Gott übergeben würde. Davor hatte ich Angst! Es pumpte zu viel Leben in meinen Adern, als dass ich einen so angepassten und unspektakulären Lebensstil annehmen würde.
Dann war da auch dieser Bibelvers, dass es das Ziel eines jeden Menschen sei, Jesus ähnlicher zu werden 1. Dieser Satz hat mir den Weg zum Himmel versperrt. Kein Wunder, denn ich habe ihn selbst gedeutet – und völlig falsch verstanden. Heute lasse ich mir die Bibel vom Heiligen Geist erklären, damals nicht. Mein Bild von Jesus war geprägt von den Geschichten mit den Schafen, dem toten Körper am Kreuz (wer interessiert sich schon für einen toten Gott?), der damit verbundenen Selbstaufgabe und einem auf Birkenstock basierendem Kleidungsstil. Wer möchte einem solchen Jesus ähnlich werden? ‚Ich nicht!‘ dachte ich. Das Problem war allerdings nicht Jesus, sondern meine fehlende Perspektive auf den wirklichen Jesus. Dem auferstandenen, herausfordernden, allmächtigen Jesus musste ich zuerst noch begegnen.
Gott sei dank habe ich eine lebendige Kirche am Puls der Zeit kennen gelernt. Und mit ihr Männer, die nicht einfach ‚an Gott glauben‘. Sondern einem Jesus nachfolgen, den ich noch nicht wirklich kannte. An ihren Leben konnte ich sehen, dass ein Leben mit Gott auch Spass machen kann. Und dass Gottes Kraft real erlebbar ist. Diese Menschen haben mein Leben gerettet! Denn heute ist Jesus nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken.
Leider glauben noch zu viele Männer an einen gesellschaftlich korrekten, angepassten, langweiligen Jesus. Dass aber Jesus nicht realitätsfremd ist, sehe ich in echten Kerlen:

Echte Kerle sind mutig!
Gott hat uns Kerle von Natur aus risikofreudig programmiert. Manche von uns haben diese Risikofreude allerdings verloren. Oder mussten sie loswerden, weil sie zu fest angeeckt sind. Eventuell wegen der weiblich geprägten Erziehung: Wenn der Vater zu viel abwesend war, die Kindergärtner und Lehrer fehlten und auch noch der Sonntagsschulunterricht von Frauen gestaltet wurde. Versteh mich nicht falsch; ohne Frauen können wir einpacken! Aber ich bin mir sicher, dass den Jungs einige männliche Vorbilder in der Kirche, Schule und Beruf gut tun würden. Männer kommen mit der Sehnsucht nach Risiko und Abenteuer zur Welt. Es ist in unserer DNA. Wir wurden von Gott in der Wildnis erschaffen, unsere Frauen im Garten Eden 2. Vielleicht ist dies der Grund, dass du dich immer wieder nach einem neuen Abenteuer sehnst, aus dem grauen Alltag ausbrechen willst?! Risiken halten uns am Leben. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass ohne Risiko und Abenteuer das männliche Herz stirbt.
Wenn du ganz tief in dich hinein horchst- hörst du die Sehnsucht nach Risiko rufen?
Wann bist du das letzte Mal auf diese Stimme eingegangen? Wann hast du etwas getan, das Mut brauchte? Von dem du nicht sicher warst, ob es gut kommt oder in die Hose geht?

„If you never try, you’ll never know!“ – „Wenn du’s nie versuchst, wirst du’s nie wissen!“ 3

Ich habe einen guten Freund 4, den ich sehr bewundere. Er ist Mitte 40, glücklich verheiratet, hat zwei Teenager, einen guten Job, ein Haus, ein Auto, ein Motorrad, ein Golfset und was man alles sonst noch so hat. Besser gesagt ‚hatte‘ er das alles. Im August 2013 traf er eine mutige Entscheidung. Er hat alles verkauft und ist mit seiner Familie ausgewandert. Nicht in die USA. Auch nicht nach Spanien. Nach Kambodscha! Er und seine Familie haben den Traum, eine Kirche zu starten, die gesellschaftlich relevant und am Puls der Zeit ist.
Das Risiko: Eine völlig andere Kultur, schwierige Sprache, tiefer Lebensstandard, drohende Krankheiten, keine Erfolgsgarantie.
Der Gewinn: Leben.

Wenn immer wir mutig auf Gottes Stimme hören und seinen Willen tun, gehen wir ein Risiko ein. Gleichzeitig entscheiden wir uns fürs Leben. Das kann auch weniger spektakulär klingen. Die Auswirkungen sind allerdings immer weltbewegend! Wie zum Beispiel der Mann, der für seine scheinbar hoffnungslose Ehe kämpft, mit seiner Entschiedenheit aber ein eindrückliches Vorbild für seine Kinder ist. Oder der erkrankte Mann, der trotz vernichtender Diagnose Gott vertraut und mit seiner positiven Lebenseinstellung andere motiviert.

Echte Kerle sind Männer, die mutig auf Gott hören und ebenso mutig seinen Willen tun.

Echte Kerle sind stark!
Wie reagieren wir, wenn wir mutig Gottes Willen tun, und dabei das Ziel trotzdem verfehlen? Wie gehen wir mit Niederlagen um?
Ein echter Kerl kann anderen und sich selbst vergeben. Dies kann er, weil er erlebt hat, wie Gott ihm vergeben hat. Das ist Stärke! Es ist das Bewusstsein, dass ich selbst nicht so wichtig bin – dafür Gott umso wichtiger ist. Das ist innere Stärke, die von außen sichtbar wird.
Immer wieder hören wir tragische Geschichten von Männern im Burnout. Geschichten von Männern, die über ihre Grenzen hinaus gehen. Wir alle haben diese Tendenz. Manchmal versuchen wir Stärke zu beweisen, indem wir wie Tiere arbeiten. Oder extrahart trainieren. Aber echte Stärke kommt von innen. Einige Männer erkennen den Zeitpunkt, indem sie die Notbremse ziehen müssen. Vielleicht warnt sie ein guter Freund oder ihre Ehefrau. Sie hören hin und lassen sich etwas sagen. Stärke bedeutet, seine eigenen Grenzen zu akzeptieren. Es bedeutet, die Warnungen nicht zu ignorieren.
Gleichzeitig bedeutet Stärke, sich auf Gott zu verlassen. Er macht die Dinge möglich, für die meine Ressourcen nicht ausreichen: „Dabei hilft uns der Geist Gottes in all unseren Schwächen und Nöten.“ 5. Sich auf Gott zu verlassen, ist nicht immer einfach. Denn sein Timing ist nicht automatisch mein Timing. Stark bin ich, wenn ich weiss, dass Gottes Zeitplan perfekt ist und ich danach handle. Mal heisst das warten, ein anderes Mal heisst das Vollgas geben.
Starke Kerle stehen zu ihren Fehlern und Schwächen. Sie wissen, dass Gott immer offene Arme und ein weites Herz für sie hat: Egal, wie tief sie gesunken sind. Egal wie schwer sie versagt haben. Wer umgefallen ist, sollte nicht liegenbleiben sondern Gott suchen! Wer einen Fehler gemacht hat, sollte sich nicht verstecken sondern Gott entgegen rennen! Gott entgegen rennen kann ich, indem ich meine Schuld bereue und ihm meine Sünden bekenne. Gott umarmen kann ich, indem ich seine Vergebung annehme.

Echte Kerle sind Männer, die nicht alles richtig machen, aber wissen, dass Gott sie immer mit offenen Armen empfängt.

Mutige und starke Männer braucht die Gesellschaft! Und wenn du ehrlich zu dir bist, willst auch du ein solcher Mann sein! Jeder von uns möchte am Ende seines Lebens zurückschauen und sagen können: „Ich war mutig. Ich war entschlossen. Ich bin wieder aufgestanden. Ich habe etwas bewegt.“
Jeder Mann möchte ein Erbe hinterlassen. Etwas, das uns überdauert. Darum: Geben wir nicht auf! Werden wir nicht müde, Gottes Stimme ehrlich zu suchen! Bemühen wir uns mit aller Kraft, das Gehörte zu tun! Raufen wir uns nach Niederlagen wieder zusammen! Nehmen wir Hilfe in Anspruch, wenn wir alleine nicht weiterkommen! Stehen wir wieder auf! So werden wir als Helden in die Geschichte eingehen. Vielleicht finden nicht alle einen Platz in den Geschichtsbüchern, aber sicher in den Herzen der Menschen. Und worauf es am meisten ankommt: Wir finden einen Platz in Gottes Herzen. Denn alles was wir mit Gott tun, hat Ewigkeitswert!

„Gott wird jedem den verdienten Lohn geben.“ 6

Gott kann aus jedem Mann einen echten Kerl machen. Nimm die Herausforderung an!


Artikel erschienen im Männermagazin MOVO: http://www.movo.net

1 Die Bibel (HFA), Römer 8,29: Wen Gott nämlich auserwählt hat, der ist nach seinem Willen auch dazu bestimmt, seinem Sohn ähnlich zu werden, …

2 Die Bibel (HFA), 1.Mose 2,7&8&22: Da nahm Gott Erde, formte daraus den Menschen und blies ihm den Lebensatem in die Nase. So wurde der Mensch lebendig. Dann legte Gott, der Herr, einen Garten im Osten an, in der Landschaft Eden, und brachte den Menschen, den er geformt hatte, dorthin. Aus der Rippe formte er eine Frau und brachte sie zu dem Menschen.

3 Zitat aus einem Song von Coldplay

4 Andreas Strupler hat mit seiner Familie in Siem Reap, Kambodscha eine ICF Kirche gegründet

5 Die Bibel( HFA), Römer 8,26

6 Die Bibel (HFA) Epheser 6,8a

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