Wenn wir etwas wollen, ‚müssen‘ wir es nicht!

»Du solltest dich endlich engagieren!« In der Familie, in der Kirchengemeinde, in deinem Umfeld.

Vielleicht kannst du Sätze dieser Art nicht mehr hören. Solche Aussagen haben das Potenzial, uns Männer unter Druck zu setzen. Und Druck erzeugt Gegendruck. So haben wir Männer uns schlagkräftige Argumente zurechtgelegt, um solch mühsamen Aufforderungen effektiv entgegenzuwirken.

OHNE DRUCK

Aber es gibt auch Männer, die von sich aus, ohne Druck von außen, aufstehen, mitmachen, reifen, sich verändern, von der Bank aufs Spielfeld wechseln. Es scheint einigen sogar echt Freude zu machen, in der Kirche, der Nachbarschaft und der Familie zu dienen – und dies ohne Entlohnung. Wie ist das möglich?

Sehen wir uns doch Dionysius an. Über ihn erfahren wir nur wenig in der Apostelgeschichte. Doch dem Verfasser war es scheinbar wichtig, diesen Mann zu erwähnen. Dionysius war offensichtlich ein Athener Bürger. Er gehörte zur Oberschicht, zur Elite. Er soll sogar Mitglied des obersten Rates gewesen sein, dem sogenannten »Areopag«! Somit war er nicht nur wohlhabend, sondern auch einflussreich und angesehen. Im Anschluss an Paulus‘ berühmte Rede auf dem Areopag hat Dionysius seinem Leben eine neue Richtung gegeben: Er wurde Christ und später sogar Bischof von Athen.

Wie kam es dazu? Dazu schweigt die Bibel. Entweder haben ihn die Argumente des Paulus überzeugt oder er hat durch das Evangelium Hoffnung, Mut und Kraft geschöpft. Vielleicht war es auch eine Mischung aus beidem oder etwas, worauf ich nicht komme. Welchen Grund siehst du als ausschlaggebend für seine Sinnesänderung, seine Bekehrung, seine Verwandlung? Auf alle Fälle wurde für Dionysius klar, dass er sein Leben in den Dienst von Jesus stellen wird. Er ›musste‹ dies nicht, er ›wollte‹ das. Und das ist der springende Punkt:

Wenn wir etwas wollen, ›müssen‹ wir es nicht. Wir tun es, weil es uns wichtig ist! Im Leben. In der Familie. In der Kirchengemeinde. In der Gesellschaft.

Reto Kaltbrunner

Was sind deine Werte? Ein ‚Wert‘ ist etwas, was mir ‚wert-voll‘ ist.

Wer ein Leben führt, das nicht wirklich seinen persönlich Werten entspricht, wird spätestens in seiner Lebensmitte innehalten und merken, dass etwas nicht stimmt. Man fühlt sich ausgelaugt, gelangweilt. Das Leben scheint sinnlos.

WAS UNS WICHTIG IST

Dionysius hat seine alten Werte eingetauscht. Er hat die Werte übernommen, die Paulus gepredigt hat. Jesus wurde ihm wertvoll und darum wollte er ihm als Bischof von Athen dienen: Koste es, was es wolle!

Wer herausfinden will, was ihm wertvoll ist, kann sich ganz einfach überlegen, was er im Leben besonders schätzt. Worauf möchtest du nicht verzichten? Ohne ‚was‘ oder ‚wen‘ könntest du nicht sein? So kann sich eine Dankbarkeit in dir breitmachen, die vielleicht auch deinem Leben eine neue Richtung verleiht.

Denn Gott, den Menschen, dem Land zu dienen, ist nichts anderes, als auf eine praktische Art »Danke!« zu sagen. Und wer sich dieser Motivation engagiert, ‚muss‘ nicht, der will!

Dieser Text erschien in „SCHWEISSNAHT. DAS MÄNNER-ANDACHTSBUCH“ erhältlich bei der SCM Verlagsgruppe.

Henri Guisan (1874 – 1960)

„Höher noch als die materielle und die moralische Bereitschaft ist die geistige zu bewerten. Unsere Väter waren sich dessen bewusst, sie, die vor jeder Schlacht vor dem Allmächtigen die Knie beugten. Wenn bis heute unter den europäischen Kleinstaaten die Schweiz fast allein von Schrecknissen einer Invasion verschont geblieben ist, so haben wir das vor allem dem Schutze Gottes zu verdanken. Das Gottesbewusstsein muss in allen Herzen lebendig bleiben; das Gebet des Soldaten muss sich mit demjenigen seiner Frau, seiner Eltern, seiner Kinder vereinigen.“

Auszug aus dem Tagesbefehl von General Henri Guisan vom 3. Juni 1940, der sowohl für die Truppe bestimmt war als auch über die Presse und das Radio an das ganze Schweizervolk gerichtet war.

„Wir wollen nun vor allem Gott, dem Allmächtigen, danken dafür, dass unser Land von den Schrecken des Krieges verschont blieb. Eine wunderbare göttliche Fügung hat unser Land unversehrt gelassen.“

Auszug aus dem Tagesbefehl von General Henri Guisan vom 8. Mai 1945 aus Anlass des Waffenstillstands in Europa.

Von General Guisan wird gesagt, dass er täglich vor Gott, dem Allmächtigen, auf die Knie gegangen sei im Bewusstsein, dass alles Gelingen von Gottes Segen abhängt.

Quelle: „30 kurze Lebensbilder“ von Hanspeter Nüesch, Kontaktiere den Autor per e-mail: hpnuesch7@gmail.com

Vonette Bright (1926- 2015)

„Die Bibel ist der grösste Schatz, den wir je haben werden. Ich habe keine einzige Situation erlebt, in der ich mich nicht an Gottes Wort wenden konnte, um Trost, Leitung, Freude und Segen zu erhalten.“

Vonette Z. Bright
Vonette Bright

„Ich kenne keine Person mit einer grösseren Entschlossenheit als Vonette Bright“, meinte einmal Ruth Graham, Frau von Billy Graham, über die Ehefrau des verstorbenen Gründers und langjährigen Leiters von Campus für Christus, Bill Bright.

Als Vonette Bright ihren zukünftigen Ehemann kennenlernte, war sie beeindruckt von seiner Entschiedenheit und Tatkraft. Gleichzeitig empfand sie seinen Glauben als zu extrem und nicht lebbar. Es war die Leiterin eines kalifornischen Retraitenzentrums, Henrietta Mears, die Vonette Bright 1948 dazu bewegte, ihr Leben voll und ganz unter die Herrschaft Christi zu stellen. Nach deren Verheiratung, schlossen die Brights einen Vertrag mit Gott, in dem sie ihm alles was sie besassen übereigneten. Kurz danach erhielten sie die Berufung zur Gründung von Campus Crusade for Christ, heute in den USA Cru genannt.

„Heute die Studenten, morgen die Welt“ war ihr Slogan.

Vonette Bright wurde zu einer wichtigen Ratgeberin ihres Ehemannes und schaute mit ihrem nüchternen, erdverbundenen Glauben dazu, dass er bei aller grundsätzlichen Unterstützung seiner grossen Pläne immer auf dem Boden blieb. Sie war aber nicht nur die Ehefrau von Bill Bright, sondern initierte und leitete selber viele wichtige Initiativen vor allem auf dem Gebiet des Gebets.

1972 gründete sie die „,Great Commission Prayer Crusade“; von 1981 – 1990 leitete sie den Bereich „Fürbitte“ der Lausanner Bewegung für Weltevangelisation; 1984 war sie verantwortlich für die Internationale Gebetskonferenz in Seoul/ Korea; von 1982 – 1990 wirkte sie als Verantwortliche des Nationalen Gebetstages in den Vereinigten Staaten. 1982 verleihte ihr „,Religion in America“ den Titel „,International Churchwoman of the Year“. 1993 initiierte sie die täglichen Radiosendungen,, Woman Today International“.

Vonette Bright prägte wesentlich das Frauenbild der Mitarbeiter/innen von Campus für Christus International. Ehepaare werden gemeinsam angestellt; sie werden auch gemeinsam zu den Weiterbildungszeiten eingeladen. Es wird empfohlen, wenn es die örtliche kirchliche Situation erlaubt, dass die lokalen Leitungsteams sowohl aus Männern wie Frauen zusammengestellt sind, damit möglichst viele Betrachtungsweisen und Gaben vertreten sind.

Diese grosse Wertschätzung starken und aktiven Frauen gegenüber hat wesentlich mit der Tatsache zu tun, dass Gott dem Gründer und langjährigen Leiter von Campus für Christus, Bill Bright, mit Vonette eine vielseitig begabte, selbstständig denkende Ehefrau zur Seite gestellt hat, die zum Vorbild für viele Mitarbeiterinnen wurde. Bill Bright hat seine Ehefrau immer als Co-Leiterin von Campus für Christus betitelt und betont, dass er niemandem neben Henrietta Mears und seiner Mutter in Bezug auf seine geistliche Entwicklung mehr verdanke als seiner Ehefrau Vonette.

Quelle: „30 kurze Lebensbilder“ von Hanspeter Nüesch, Kontaktiere den Autor per e-mail: hpnuesch7@gmail.com

Ernst Rudin (1919 – 1997)

„Was du an der stillen Zeit absparst, verlierst du, was du dazufügst, gewinnst du.“

Ernst Rudin

Ernst Rudin hat das Werk des CVJM in der Schweiz massgebend geprägt. Weit über das Jungmännerwerk hinaus, als dessen Sekretär er amtete, hat er durch die „Schulen des Gebets“ und den Gebetsleitfaden „Ruft getrost!“ das Gebetsleben von Tausenden von Menschen geprägt und auf eine neue Ebene gehoben. Er hat so indirekt wesentlich zur geistlichen Gesundheit von Kirchen und Freikirchen beigetragen.

Rudin: „Die Armut vieler Gemeinden ruft nach ‚Notfall-Stationen‘, wo Menschen die Hilfe finden, die sie in der eigenen Gemeinde entbehren müssen. Jeder Dienst soll nicht von der Gemeinde weg, sondern zu ihr hin führen.“

Ein besonderes Anliegen war ihm die Mitarbeiterförderung. Diesbezügliches Vorbild für ihn war der Leiter des CVJM in Westdeutschland, Pfarrer Johannes Busch, den er als Referent zu Mitarbeiterwochen einlud. Rudin: „Durch Johannes Busch schenkte Gott unserem Werk einen geistlichen Aufbruch. Unter seiner vollmächtigen Verkündigung wurden die vorwiegend jungen Teilnehmer vom Geiste Gottes gepackt und willig, sich dem Herrn als Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen.“

Die Reaktion von Johannes Busch auf Gottes Geschehen an jungen Menschen aus allen Berufen und Gesellschaftschichten: „Ich könnte heulen vor Freude!“

Der Dienst von Ernst Rudin als Sekretär des CVJM weitete sich immer mehr über das Jungmännerwerk aus, insbesondere nachdem er 1969 begonnen hatte, mit Mitarbeitern des Blauen Kreuzes zusammen regelmässig Schulen des Gebets durchzuführen. Aus allen Kirchen und Regionen der Schweiz kamen junge und alte Menschen, um beten zu lernen. Dabei lernten sie auch die Wichtigkeit des Segnungsdienstes und der Gebetswache. Bei Letzterer wurden sie angeleitet, während einer bestimmten Stunde nachts zu wachen und zu beten.

Für Rudin war das Gebet der Weg zum Vater, der uns durch seinen Geist sein Wort öffnet und uns in den Stürmen und Ängsten der Welt mit tiefem Frieden erfüllt. Zuerst müsste man lernen, auf Gottes Stimme zu hören. Erst dann könne man in der richtigen Weise darauf antworten.

Für ihn war das Gebet Gottes Geheimwaffe, um Menschen mit Gott in Verbindung zu bringen. Durch Gebet und Lobpreis würde man den Fuss auf das Gebiet des Feindes setzen und die Siegesfahne des Kreuzes hissen, sodass Gottes Gegenwart für alle erfahrbar werde, Er zitierte oft Spurgeon, der einmal sagte: „Christi Heerscharen gewinnen die Schlachten stets auf den Knien.“

Rudin war überzeugt, dass unsere Wirkung als Christen in der Öffentlichkeit direkt im Zusammenhang mit unserem Gebetsleben im Verborgenen steht. Wenn wir beten und loben, würde Gott handeln. Er betonte zugleich, dass manchmal die Frucht der Gebete nicht sofort sichtbar sei, aber dafür sei dann schliesslich die Segensladung oft umso grösser. Als indirekte Frucht des langjährigen Dienstes von Ernst Rudin und der durch ihn geprägten Gebetsleiter/innen entstanden mehrere Gebetinitiativen, die bis heute bestehen, so das „Läbeshuus“ in Heiligenschwendi und das Bartimäus-Gebetshaus in Amden.

Johannes Busch (1905 – 1956)

„Ein Leben wird nur reich, das in Jesus, mit Jesus und für Jesus gelebt wird.“

Johannes Busch

Am Sarg ihres Vater, eines weitherum beliebten Pfarrers, reichten die Brüder Johannes und Wilhelm Busch sich die Hand und verpflichteten sich, das Erbe ihres verstorbenen Vaters mit Gottes Hilfe weiterzupflegen.

Johannes Busch studierte in Tübingen, Basel, Münster und Bielefeld Theologie. Während seiner Zeit in Münster lernte er auch seine Frau Grete kennen. Er liebte es, sich einerseits mit den Gedanken eines Karl Barth auseinanderzusetzen und gleichzeitig die Gemeinschaftsstunden des alten Bauern Bertsch zu besuchen, der vollmächtig die Heilige Schrift auslegte.

Johannes Busch war trotz seiner klaren pietistischen Haltung und seiner aktiven Rolle in der Bekennenden Kirche ein Brückenbauer, weil es ihm allein um die gemeinsame Mitte des Glauben, Jesus Christus, ging. Er sagte nie Kirche, wenn er Jesus sagen musste. „Führt sie zu Jesus! Das ist das Allerwichtigste in all eurer Arbeit. Unser Dienst an jungen Menschen ist soviel wert, als hier junge Menschen den Heiland liebgewinnen“, so lautete seine Anweisung als Bundeswart des Westdeutschen Jungmännerbundes (CVJM) an seine Mitarbeiter.

Johannes Busch wohnte in Witten und leitete den CVJM-Bund von 1935 bis zu seinem Tode 1956. Daneben diente er als Landesjugendpfarrer von Westfalen, als Synodaler in der Evangelischen Kirche, sowie im Vorstand der Evangelischen Allianz, des Gnadauer Gemeinschaftsverbandes und der Rheinischen Mission. Am Liebsten aber predigte er das Evangelium der rettenden Gnade Gottes. Er fühlte sich dabei oft recht schwach und auf die Hilfe Gottes angewiesen: „Ich glaube, es macht nichts so klein, als wenn man ernsthaft anfängt, das Evangelium zu verkündigen.“ Gleichzeitig konnte er bezeugen: „Wenn wir uns krank gearbeitet haben, predigen wir uns wieder gesund.“ Ihre Mutter beschwor ihre Söhne, „keinen Fingerbreit von dem Zeugnis der Wahrheit abzuweichen.“

Johannes Busch liebte es, mit seinen Kindern zusammen zu singen und ein Familienorchester zu bilden. Auf einer Weihnachtskarte, die von allen seinen Kindern mitunterschrieben war, schrieb er: „Um die Krippe hier stehen lauter armselige Leute, aber sie sind alles Lobsänger. Zu denen wollen wir auch gehören.“

Johannes Busch litt wie sein älterer Bruder Wilhelm während des Naziregimes; vor dem Krieg, weil er Predigverbot erhielt, und während dem Krieg, wo er als Offizier und informeller Pfarrer seinen Militärkollegen seelsorgerlich zu dienen versuchte und schliesslich in Kriegsgefangenschaft geriet.

1956 starb Johannes Busch auf einer Dienstreise zu einem Jugendfest in Trier, als ein betrunkener junger Mann sein Auto rammte. An seiner Abdankungsfeier in Witten nahmen über 10’000 Menschen teil. Viele einflussreiche Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Gewerkschaftskreisen beklagten in persönlichen Worten oder in Kondolenzschreiben den grossen Verlust für die männliche Jugend.

Gerhard Schröder, Bundesminister des Innern, schrieb: „Die Nachricht vom Hinscheiden ihres langjährigen Bundeswarts, des Herrn Pastor Busch, hat mich tief erschüttert. Die Lebensarbeit dieses unvergesslichen Mannes wird allen Mitgliedern des Jungmännerwerkes bleibende Verpflichtung sein.“

Quelle: „30 kurze Lebensbilder“ von Hanspeter Nüesch, Kontaktiere den Autor per e-mail: hpnuesch7@gmail.com

Ernst Aebi (1903 – 1962)

„Wir haben eigentlich ein herrliches Leben: die frohe Botschaft zu verkündigen, uns aufzehren und aufbrauchen zu lassen von Christus und für das Heil verlorener Menschen.“

Evangelist E. Aebi

Ernst Aebi war gleichzeitig Leiter des Schweizer Bibellesebundes wie auch Leiter der Bibelschule Emmaus in Vennes ob Lausanne. Vor allem aber war er zeitlebens Evangelist. Nicht nur in der Schweiz sondern auch in Deutschland fiel seine Verkündigung bei Jung und Alt gleichermassen auf fruchtbaren Boden.

Elisabeth Aebi schreibt in ihrer Biographie über ihren Mann: „Seine Art der Verkündigung wirkte befreiend auf viele Deutsche, bei denen bis dahin eher der Ernst und die Forderungen Gottes im Vordergrund gestanden hatten. Für manche wurde Ernst so zum ‚Botschafter der Freude‘ und das Evangelium mehr denn je zur wirklichen Frohbotschaft.“

Ein deutscher Geschäftsmann drückte es so aus: „Ich glaube, Ernst Aebi war der fröhlichste, sieghafteste Verkündiger des Evangeliums, der je bei uns war. Dabei hatte man den Eindruck, dass er nicht nur von Natur fröhlich war, sondern dass diese Freude vom Herrn selbst geschenkt war.“

Schon als Knabe war Ernst fasziniert von den Jahrmarktschreiern, in der Schweiz ,Billiger Jakob‘ genannt. Die waren überzeugt von dem, was sie verkauften. Ein Freund lud ihn in eine Evangelisationsveranstaltung ein. Aebi: „Zum ersten mal in meinem Leben werfe ich mich auf die Knie. ,Herrgott‘ bete ich, ,wenn du lebst, so hilf mir jetzt, gib mir ein neues Leben.'“

Seine Mutter bekam es zuerst mit der Angst zu tun, als Ernst sie um Vergebung bat. Bis jetzt war er ja so ein aufgeweckter, sportlicher Sohn und nun das. Aber Ernst wollte ein ganzer Christ sein und überall Farbe bekennen und zu seinem neugefundenen Glauben stehen. In der Pfingstgemeinde in Bern erlebte er die Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Er bekam bald die Gelegenheit, seine evangelistische Gabe zu trainieren.

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„Fünf Jahre lang stand ich fast jeden Sonntagabend um sieben Uhr auf dem Bundesplatz. Dort war meine ,Hochschule.“

Ernst Aebi

Elisabeth Aebi: „Er ging immer auf die Hauptsache los. Denn er war überzeugt: Wenn das in Ordnung kommt, lösen sich die übrigen Probleme weitgehend von selbst.“ Später als Leiter des Schweizer Bibellesebundes und Herausgeber von Bibellesehilfen pflegte er zu sagen: „Wenn die Menschen nur die Bibel lesen! Nach welchem Plan ist gleichgültig.“

Ernst Abi wollte das Christenleben in seiner ganzen Schönheit darstellen. Jeder sollte wissen, dass bisher ungeahnte Reichtümer an Freude, Freiheit und Überwinderkraft auf ihn warteten. Aebi: „Gott schenkt immer reichlich.“ Die Leute sollten merken, dass das Christenleben bei allem Ernst eine fröhliche Angelegenheit ist, und dass Freude das Markenzeichen eines erlösten Christen ist.

Unzähligen Menschen wurde dieser „Vater in Christus“ zum Vorbild eines fröhlichen, dankbaren Christen. Elisabeth Aebi: „Auf psychisch belastete oder sonstwie bedrückte Menschen wirkte Ernst oft geradezu belebend. sie spürten es ihm wohl an, dass seine Freude nichts Oberflächliches war, sondern aus tiefen Quellen floss. Das machte ihnen selber Mut. Denn jene Quellen waren auch ihnen zugänglich.“

In langer Krankheitszeit erlebte Ernst Aebi die Wirklichkeit der Freude, Gnade und Kraft in Jesus Christus, die er in gesunden Tagen so vielen Menschen verkündigt hatte. Sein letztes Wort an die Bibellesebündler kurz vor seinem Heimgang: „Freut Euch, Euer Leben mit Christus und für ihn zu leben!“

Quelle: „30 kurze Lebensbilder“ von Hanspeter Nüesch, Kontaktiere den Autor per e-mail: hpnuesch7@gmail.com

Paul Vogt (1900 – 1984)

„Wir dürfen nicht Betonklötze der Gleichgültigkeit bleiben, weder kalt noch warm. Wir müssen Feuermenschen werden. Wir müssen uns jetzt wirklich anzünden lassen von dem Feuer, das anzuzünden Christus auf Erden kam.

Paul Vogt

Flüchtlingspfarrer Paul Vogt hat sich zeitlebens für die benachteiligten Menschen eingesetzt. Er ist ohne Zweifel eine der prägendsten Gestalten des Schweizer Protestantismus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Paul Vogts Vater stammte aus Görlitz. Er war Evangelist und Mitarbeiter der Zellerschen Anstalten in Männedorf am Zürichsee, wo Sohn Paul 1900 das Licht der Welt erblickte. Paul studierte Theologie in Basel und Tübingen. In Tübingen trifft er viele innerlich verwahrloste Menschen und wird mit einem zunehmenden Antisemitismus konfrontiert.

Er heiratet und wird als Pfarrer nach Ellikon an der Thur berufen. Als Ortspfarrer dient er den Patienten der dortigen Trinkerheilanstalt. Bald übernimmt er eine Pfarrstelle in Walzenhausen über dem Bodensee.

Evang. Sozialheim Sonnenblick

Die Folgen der Wirtschaftskrise in der Stickereiindustrie mit den vielen Arbeitslosen erschüttern ihn zutiefst. Gemeinsam mit anderen gründet er 1931 ein Hilfswerk für Arbeitslose. 1933 erwirbt er in Walzenhausen ein ausgedientes Stickereilokal und baut es zum „Evangelischen Sozialheim Sonnenblick“ aus. Das Heim nimmt erholungsbedürftige Frauen und Mütter auf, führt Schulungskurse für Arbeitslose durch und wird mehr und mehr zum Rückzugs- und Erholungsort für Pfarrer der Bekennenden Kirche und ihren Familien. Während dem Zweiten Weltkrieg wird es zum temporären Heim für viele Flüchtlinge.

Schon 1934 schreibt Paul Vogt: „Wir sehen und horchen mit ungeheurer Spannung über die Grenze. Es ist uns ein Bedürfnis, in dieser welt- und kirchengeschichtlich ausserordentlich entscheidungsreichen Stunde den unter Druck und Gewalt leidenden Brüdern über die Grenze hinaus die Hand zu drücken und zu sagen: Wir leiden mit Euch! Wir beten für Euch! Wir denken an Euch! – Und es ist uns eine heilige Pflicht, der Kirche unserer Heimat zuzurufen: Schlafe nicht! Schweige nicht! Wach auf! Rede! Bekenne! Zeuge! Handle! Werde neu Werkzeug Jesu Christi!“

Paul Vogt scheut sich nicht, die Zurückweisung der Juden an der Schweizer Grenze öffentlich anzuprangern. „Die Judenfrage ist eine Christenfrage geworden. Da kommt es jetzt darauf an, ob unser Glaubensbekenntnis Lippenbekenntnis ist. Eigenliebe oder Christusliebe.“

Er klagt die Christen an, welche Forderungen an den Staat stellen ohne Bereitschaft zum persönlichen Opfer. Gleichzeitig mahnt er die staatlichen Behörden, Flüchtlingen Zuflucht in unserem Land zu gewähren. Angesichts der wachsenden Arbeit kann Paul Vogt seinen Dienst an den Flüchtlingen nicht mehr im Nebenamt erledigen. Er wird 1943 in Zürich offiziell zum Flüchtlingspfarrer ernannt. Bei der Einsetzungsfeier waren viele der Anwesenden Flüchtlinge jüdischer Herkunft, die durch den mutigen Einsatz von Paul Vogt von den Schergen des Nationalsozialismus bewahrt wurden.

Paul Vogt und sein Mitarbeiterteam sehen es als ihre Aufgabe, für arbeitsunfähige Personen Plätze bei Privatpersonen und in Heimen zu vermitteln. Durch die Freiplatzaktion konnten schon im ersten Jahr über 500 Flüchtlinge untergebracht werden. Das gemeinsame Ziel der Bekämpfung der Not und die gewinnende Persönlichkeit von Paul Vogt haben eine Kooperation über religiöse und ideologische Grenzen möglich gemacht.

Sohn Hanspeter gründete 1973 in Herisau das Therapiezentrum „Best Hope“ für suchtkranke Menschen.

Quelle: „30 kurze Lebensbilder“ von Hanspeter Nüesch, Kontaktiere den Autor per e-mail: hpnuesch7@gmail.com

David Spleiss (1786-1854)

„Ich möchte einzig danach streben, eine lebendige Darstellung eines Jüngers Jesu zu sein.“

David Spleiss
David Spleiss

In den Jahren 1818 und 1819 strömten aus dem ganzen Kanton Schaffhausen, ja auch aus den Nachbarkantonen Thurgau und Zürich Menschen in das kleine Schweizer Dorf Buch, sodass die Kirche bald nicht mehr alle Menschen fassen konnte. Aussergewöhnliches hatte sich da ereignet. Menschen erfuhren die Gegenwart Gottes auf dramatische Weise. Kinder gerieten während dem Religionsunterricht in Entzückung, sodass man Angst um ihre seelische Gesundheit hatte, bis sie quicklebendig und freudestahlend berichteten, sie seien dem Heiland begegnet.

Menschlicher Auslöser war der gebürtige Schaffhauser David Spleiss.

Dieser war zeitlebens auf der Suche nach der Wahrheit. Er suchte sie vorerst in den Gesetzmässigkeiten der Natur. Seine erste Stelle war die eines Mathematik- und Physikprofessors. In dieser Zeit erlebte er eine geistliche Erneuerung im Umfeld des erwecklichen Dienstes der Baronin Von Krüdener. Fortan war es sein Wunsch, „ein Seelenhirt, ein Lehrer der christlichen Religion“ zu werden, hatte er doch in Tübingen Theologie studiert. Er erhielt bald eine Berufung als Pfarrer ins kleine Schaffhauser Dorf Buch. Noch aber wurde er immer wieder von Einsamkeit und unerfülltem Wahrheitsdurst gepackt. Bei einer Wanderung zu einem Pfarrkollegen erblickte er im Toggenburg ein von der Sonne beschienenes grosses Kreuz. Gott sprach dadurch tief in sein Herz und beantwortete seine Fragen. Spleiss: ,,Was du ein Leben lang gesucht, Wahrheit und Liebe in einem, hier ist’s, in dem Gottessohne, der sich für die Welt hat kreuzigen lassen.“ 1816 verheiratete er sich mit Friederike, einer Tochter aus gutem Hause. Sie war von David Spleiss angezogen, weil sie in ihm einen Fels sah, an dem sie sich „vertrauensvoll anklammern darf“. Spleissens Biograph schreibt, er sei ein „ausserordentlicher und gewaltiger Prediger gewesen. Bald sprach er ruhig wie ein Vater, dann brach er in ein Feuer aus, das ihn und alle Hörer mitriss.“ Die ersten Stunden des Tages und die stillen Stunden der Mitternacht waren stets dem Gebet geweiht. Beim Ertönen der Gebetsglocke verabschiedete sich Spleiss jeweils und zog sich in sein Gebetskämmerlein zurück.

Mehr und mehr wuchs in ihm der Wunsch eines tiefen Geisteswirkens, bis er im Winter 1817 – 1818 ein erstes erweckliches Wirken unter den Konfirmandinnen erlebte. Diese wurden von einer tiefen Sündenerkenntnis ergriffen und nahmen die Vergebung und das Heil in Christus dankbar an. Am 13. April 1818 predigte Spleiss über Matthäus 10,26. „Es is nichts verborgen, das nicht offenbar werde.“ Die Zuhörer waren tief ergriffen. Spleiss zu seiner Frau: „Jetzt ist dem Fass der Boden ausgedrückt!“ Das war der Anfang eines Geisteswirkens, der bald das ganze Dorf erfasste und schliesslich tiefe nachhaltige Auswirkungen weit über Buch hinaus hatte. Ein konkretes Resultat war, dass die Erweckten in Buch die Rettungsherberge „Friedeck“ erbauten, um verwahrloste Kinder aufzunehmen und im Glauben zu unterrichten. Viele Personen wurden nach der Zeit in der Friedeck Missionare der Liebe Gottes, so u.a, auch der spätere Erweckungsprediger Markus Hauser. David Spleiss wurde später zum ersten Stadtpfarrer in Schaffhausen gewählt und wirkte schliesslich während vielen Jahren sowohl als Dekan für die Pfarrerschaft wie als Leiter der Schaffhauser Kirche.

Quelle: „30 kurze Lebensbilder“ von Hanspeter Nüesch, Kontaktiere den Autor per e-mail: hpnuesch7@gmail.com

Samuel Hebich (1803 – 1868)

Samuel Hebich

„Gottes Geist soll uns treiben; aber um ihn zu hören, muss man innerlich stille sein, sonst treibt uns unser eigener Geist.“

Samuel Hebich

Der aus dem Württembergischen stammende Samuel Hebich war in mancher Hinsicht ein moderner Apostel Paulus. Nach der Ausbildung am Seminar der Basler Mission reiste er 1834 zusammen mit zwei weiteren Missionaren an die Westküste Indiens aus, in Gebiete, in denen zuvor noch nie eine christliche Mission tätig gewesen war.

Seine kaufmännische Ausbildung kam ihm bei der Gründung von Katechetenschulen, Spinnereien und Ziegelbrennereien zu Hilfe. Dabei setzte er sich dafür ein, dass bei aller Sorge um die Verbesserung der Lebensumstände die Verkündigung des Evangeliums nicht zu kurz kam. Er selbst besuchte regelmässig die Basare und hinduistischen Pilger-und Opferfeste, um vom einen wahren Gott zu reden, der sein Leben für die Menschen gegeben hat. Er erlebte immer wieder, wie man ihn mit Steinen bewarf oder Elefanten auf ihn hetzte. Trotzdem liess er sich durch keine noch so widrigen Umstände davon abhalten, die freimachende Botschaft von Jesus Christus weiterzugeben. Seine Haltung: „Ich tue das oft freudig, oft auch sehr niedergebeugt. Mein Satz ist aber der: je mehr die Leute toben, desto mehr muss ihnen gepredigt werden in der Kraft des Herrn…. Und eine Predigt, die nicht sticht, ist ohne den Heiligen Geist.“ Wo sah Hebich Gottes Geist am Wirken: „Die Gotteskraft besteht in der Liebe, die Liebe ist das Grosse: Gott lieben, Jesus lieben, die Brüder lieben, eine ganz verlorene Welt lieben, und warum? Weil er uns zuerst geliebt hat.“

Weil Samuel Hebich mit Erfolg auch zu den in Indien stationierten englischen Garnisonen predigte, deren Soldaten nach einiger Zeit jeweils an andere Orte versetzt wurden, sprach man später von den „Hebich-Kindern“ in aller Welt. Samuel Hebich predigte das Evangelium furchtlos und ohne jede Zurückhaltung, indem er den einfachen wie gebildeten Menschen ihre Sündhaftigkeit und die Möglichkeit der Vergebung aufzeigte. Hebich: „Wer den engen Weg weiter macht, verfälscht das Evangelium.“ Zentrale Begriffe waren für ihn Umkehr und Heiligung angesichts des drohenden Gerichts Gottes. Sein Ziel war es, Menschen aus der Finsternis ins Licht Christi zu führen. Er erlebte neben Widerstand auch immer wieder erweckliche Aufbrüche, wodurch ganze Gebiete grundlegend verändert wurden.

Nach 25 jährigem Dienst in Indien in die Schweiz zurückgekehrt predigte Hebich gegen eine lau geworden Christenheit und ein „Schaumchristentum“, das die Kraft Gottes verleugnete. „Eine fromme Welt, die nicht bekehrt ist, ist auch bloss tote Welt.. Über allem, was Gott tut, muss mir das Herz hüpfen.“ Das trug ihm manche Anfeindungen nicht zuletzt aus kirchlichen Kreisen ein. Gleichzeitig wurden selbst einflussreiche Persönlichkeiten Jünger/innen Jesu und öffneten dem Evangelium Tür und Tor. Sein grösstes Verdienst ist, dass er mit seiner 25 jährigen Missionsarbeit in Indien ein solides Fundament der indischen Kirche gelegt hat.

Von Samuel Hebich wird gesagt, dass er oft halbe Nächte im Gebet und mit dem Lesen der Bibel verbrachte, „Wir müssen in Gottes Wort hineingehen, und zwar graben darin und suchen und forschen. Ein rechter Bibelleser hat keine Zeit, Unnützes zu lesen – ein paar wichtige Sachen aus dem Reich Gottes und der Mission; aber das Wichtigste ist, das Buch zu lesen.“

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Christian Friedrich Spittler (1782 – 1867)

Christian Friedrich Spittler

„Was hilft’s, wenn wir beim warmen Ofen und einer Pfeife Tabak die Notstände der Zeit bejammern; Hand anlegen müssen wir, und sei es auch ganz im Kleinen.“

Christian Friedrich Spittler

Zur Zeit der napoleonischen Wirren war Basel voller Soldaten, die zum Teil aus weit entfernten Ländern gekommen waren, um als Alliierte die Angriffe Napoleons abzuwehren. Spittler wurde 1805 zum Sekretär der Christentumsgesellschaft berufen, die 1780 auf Initiative des Augsburger Pfarrers Johann August Urlsperger „zur Beförderung wahrer Gottseligkeit“ gegründet worden war. Spittler wandte sich an die Basler Bevölkerung, ihre Herzen für die Menschen aus allen Herren Länder zu öffnen und für die Verwundeten freiwillige Krankenpfleger zu stellen. Viele der Fremden kamen aus muslimischen Ländern des Kaukasus und des Nahen Ostens. Spittler rief auf, praktisch Hand anzulegen. „Den Strom des Verderbens können wir zwar nicht aufhalten, aber unsere Sache ist es, Einzelnen aus demselben herauszuretten.“ Spittler war ein Beter. Pflegetochter Susette: „Wie oft traf man ihn auf den Knien liegend, wenn man unversehens ins Zimmer trat.“. Spittler: „Ich habe viele Posten, worüber ich mit meinem Gott reden muss.“

Christian Friedrich Spittler war nicht nur ein Mann mit einer Glaubensvision und ein Beter, er war in gleichem Masse ein begabter Unternehmer, eine Gründerpersönlichkeit sondergleichen. In 60 Jahren gründete er über 20 sozialdiakonische und missionarische Werke, so die Basler Bibelgesellschaft; die Basler Mission, die zu einer der bedeutendsten Missionswerke heranwachsen sollte; das Judenmissionswerk, später Verein der Freunde Israels; das Rettungshaus für Kinder aus sozial prekären Verhältnissen in Beuggen; die Griechenanstalt später Taubstummenanstalt; die Pilgermission St. Chrischona „,damit aus Christen nicht wieder Heiden werden“; das Kinderspital Basel; das Riehener Diakonissenhaus; das Syrische Waisenhaus in Jerusalem. Noch in seinem Todesjahr gründete er eine Missionsschule für Flüchtlinge aus Abessinien, heute Äthiopien. Spitler sah sich als Handlanger Gottes, durch den Gottes Liebe sichtbar werden sollte. „Unser Präsident soll Jesus Christus sein. Der Herr gebe mir Gnade, dass ich mich stets als Ton seiner Barmherzigkeit formieren und gebrauchen lassen kann.“ Wo Not war, sah er sich von Gott gedrungen, Glaubensgeschwister zur Tat zu rufen. „Ach, wie viel Trauriges kommt hierbei zum Vorschein, wie wenig Liebe, Demut und wieviel Selbstsucht auch unter uns Christen! Jeder sucht das Seine.“

Bei allem Einsatz zur Linderung der praktischen Nöte, sah Spittler die Grenzen rein materieller Hile, „Wahrlich, kommen die Menschen nicht zu Gott und zu der Bibel zurück, so helfen alle menschlichen Unterstützungen nichts.“ Spittler betonte, dass zuerst wir Christen selber immer neu Veränderung benötigen, um bereit zu sein, Opfer zu bringen. „Wie viele Opfer werden irdischen Zwecken gebracht und wie wenig eigentlich für himmlische. Dies könnte uns einst reuen in der Ewigkeit. Drum lass uns wirken, solange es Tag ist. Ja er wirke in uns und allen seinen Kindern eine kräftige Erneuerung des Heiligen Geistes, damit wir in dieser letzten betrübten Zeit das tun können, was notwendig ist und was er von uns fordern wird, wenn er kommt, um Rechnung zu halten mit seinen Knechten.“

Quelle: „30 kurze Lebensbilder“ von Hanspeter Nüesch, Kontaktiere den Autor per e-mail: hpnuesch7@gmail.com