Bill Bright (1921 -2003)

„Setze die Ziele so hoch, dass wenn Gott dir nicht hilft, du ein elender Versager bist.“

Bill Bright

„Bill Bright hat eine Last auf dem Herzen getragen wie wenige Menschen: eine Last für die Evangelisierung der Welt. Wahrscheinlich hat niemand mehr zur Erfüllung des Missionsauftrags Jesu Christi beigetragen als er und seine vielen tausend Mitarbeiter in aller Welt.“ So beschrieb sein langjähriger Freund Billy Graham den Gründer und internationalen Leiter von Campus für Christus, in den USA Cru genannt.

Wenn man Bill Bright mit einem Wort charakterisieren sollte, dann ist es das Wort „einfach“. Er war der Sohn eines einfachen Farmers, lebte zeitlebens in einem einfachen Zuhause, bezog ein einfaches Gehalt, hatte einen kindlich-einfachen Glauben an einen grossen Gott und verliess sich auf einfache Methoden und Strategien für die Evangelisation, wie den Jesus-Film und die „,Vier geistlichen Gesetze“. Einfache Methoden in der Kraft des Heiligen Geistes, das war seine Vision, um eine weltweite missionarische Bewegung auszulösen, die schliesslich Millionen Menschen in aller Welt erfassen sollte.

Bill und Vonette Bright

Noch als Geschäftsmann machte er mit seiner Frau Vonette zusammen einen schriftlichen Vertrag mit Gott, dem sie ihre Ziele, ihre materiellen Besitztümer und ihre Zukunft komplett übereigneten, um in Zukunft als seine Diener das zu tun, was er ihnen sagte. Ein halbes Jahr danach begegnete ihm Gott in einer Vision und gab ihm den Auftrag, das Evangelium zuerst den Studenten und dann über die Studentenwelt hinaus in alle Welt zu bringen. Campus Crusade for Christ war geboren.

Bill und Vonette Bright begannen 1951 ihre evangelistische Arbeit an der UCLA-Universität in Los Angeles. Bald breitete sich die Arbeit auf andere Universitäten aus, dann über die Univeritäten hinaus auf andere Zielgruppen und Gesellschaftbereiche, und ab 1956 auch auf andere Länder. Heute sind Mitarbeitende in 173 Ländern tätig. Der katalytische Dienst mittels dem von Campus für Christus produzierten, weltweit eingesetzten Jesus-Film ist dabei nicht eingerechnet.

Sohn Brad beschrieb seinen Vater als einen Menschen mit einem tiefen Mitempfinden für das Wohl seiner Mitmenschen. Oft habe er zuhause über die Verlorenheit der Menschen ohne Jesus geweint. Wenn man Bill Bright fragte, wofür man für ihn beten sollte, dann pflegte er zu antworten, dass er die erste Liebe zu Jesus nie verlieren und ein heiliges Leben führen möge. Alles prüfte er an der Frage, ob es der Erfüllung des Missionauftrages Jesu dienen würde. Er unterschrieb seine Briefe deshalb mit den Worten „,Für die Erfüllung der Weltmission in dieser Generation“.

Bill Bright war überzeugt, dass wir es den Menschen so einfach wie möglich machen sollten, zu Jesus zu kommen. Er war kein Charismatiker im engeren Wortsinn, aber er glaubte mit ganzem Herzen an einen Gott, der Wunder tut. Er legte eine grosse Bedeutung darauf, dass nur Christen, die vom Heiligen Geist erfüllt und bevollmächtigt sind, geistliche Frucht bringen können. Und er wusste um die Macht der Dankbarkeit und des Lobpreises gerade auch inmitten von unlösbar scheinenden Herausforderungen.

Für den Autor wurde Bill Bright zum persönlichen Vorbild eines Menschen, der Jesus über alles liebte und der deshalb nichts mehr wünschte, als dass andere Jesus auch persönlich kennenlernen mögen.

Quelle: „30 kurze Lebensbilder“ von Hanspeter Nüesch, Kontaktiere den Autor per e-mail: hpnuesch7@gmail.com