Transcendence at the table – Buchrezension

Die Autorin Julia Hurlow ist eine Bekannte von mir, sie lebt den USA und ist Professorin an einer christlichen Universität in Indiana. Dieses Buch empfehle ich allen, die Jesus noch intensiver erleben wollen, denn Julia zeigt eindrücklich auf, wie Gott in der Gemeinschaft am Tisch real erlebt werden kann.

Aus unseren Kirchen kennen wir das Abendmahl entweder als ein heiliges Sakrament, das nur ein Priester austeilen darf. Oder wir kennen die Form eines (etwas unhygienischen) Kelches, der durch die Kirchenbänke gereicht wird. In Freikirchen wird das Abendmahl oft in Einzelportionen verteilt und von jedem einzeln eingenommen. Dass dies nicht der Art entspricht, wie Jesus das Abendmahl eingeführt hat, ist vielen nicht bewusst. Denn Jesus hat mit seinen Jungs und vielen anderen Menschen das Abendmahl mit einem ausgiebigem Essen bei fröhlicher Tischgemeinschaft gefeiert.

Das Buch zeigt einerseits die übernatürliche Dimension der Tischgemeinschaft auf und andererseits gibt die Autorin praktische Tipps, wie wir dies ohne grossen Aufwand umsetzen können.

Für englisch sprechende empfehle ich das Buch, für alle anderen steht HIER meine deutsche Zusammenfassung zum privaten Gebrauch frei zur Verfügung.

Viel Spass beim lesen!

Samuel Hebich (1803 – 1868)

Samuel Hebich

„Gottes Geist soll uns treiben; aber um ihn zu hören, muss man innerlich stille sein, sonst treibt uns unser eigener Geist.“

Samuel Hebich

Der aus dem Württembergischen stammende Samuel Hebich war in mancher Hinsicht ein moderner Apostel Paulus. Nach der Ausbildung am Seminar der Basler Mission reiste er 1834 zusammen mit zwei weiteren Missionaren an die Westküste Indiens aus, in Gebiete, in denen zuvor noch nie eine christliche Mission tätig gewesen war.

Seine kaufmännische Ausbildung kam ihm bei der Gründung von Katechetenschulen, Spinnereien und Ziegelbrennereien zu Hilfe. Dabei setzte er sich dafür ein, dass bei aller Sorge um die Verbesserung der Lebensumstände die Verkündigung des Evangeliums nicht zu kurz kam. Er selbst besuchte regelmässig die Basare und hinduistischen Pilger-und Opferfeste, um vom einen wahren Gott zu reden, der sein Leben für die Menschen gegeben hat. Er erlebte immer wieder, wie man ihn mit Steinen bewarf oder Elefanten auf ihn hetzte. Trotzdem liess er sich durch keine noch so widrigen Umstände davon abhalten, die freimachende Botschaft von Jesus Christus weiterzugeben. Seine Haltung: „Ich tue das oft freudig, oft auch sehr niedergebeugt. Mein Satz ist aber der: je mehr die Leute toben, desto mehr muss ihnen gepredigt werden in der Kraft des Herrn…. Und eine Predigt, die nicht sticht, ist ohne den Heiligen Geist.“ Wo sah Hebich Gottes Geist am Wirken: „Die Gotteskraft besteht in der Liebe, die Liebe ist das Grosse: Gott lieben, Jesus lieben, die Brüder lieben, eine ganz verlorene Welt lieben, und warum? Weil er uns zuerst geliebt hat.“

Weil Samuel Hebich mit Erfolg auch zu den in Indien stationierten englischen Garnisonen predigte, deren Soldaten nach einiger Zeit jeweils an andere Orte versetzt wurden, sprach man später von den „Hebich-Kindern“ in aller Welt. Samuel Hebich predigte das Evangelium furchtlos und ohne jede Zurückhaltung, indem er den einfachen wie gebildeten Menschen ihre Sündhaftigkeit und die Möglichkeit der Vergebung aufzeigte. Hebich: „Wer den engen Weg weiter macht, verfälscht das Evangelium.“ Zentrale Begriffe waren für ihn Umkehr und Heiligung angesichts des drohenden Gerichts Gottes. Sein Ziel war es, Menschen aus der Finsternis ins Licht Christi zu führen. Er erlebte neben Widerstand auch immer wieder erweckliche Aufbrüche, wodurch ganze Gebiete grundlegend verändert wurden.

Nach 25 jährigem Dienst in Indien in die Schweiz zurückgekehrt predigte Hebich gegen eine lau geworden Christenheit und ein „Schaumchristentum“, das die Kraft Gottes verleugnete. „Eine fromme Welt, die nicht bekehrt ist, ist auch bloss tote Welt.. Über allem, was Gott tut, muss mir das Herz hüpfen.“ Das trug ihm manche Anfeindungen nicht zuletzt aus kirchlichen Kreisen ein. Gleichzeitig wurden selbst einflussreiche Persönlichkeiten Jünger/innen Jesu und öffneten dem Evangelium Tür und Tor. Sein grösstes Verdienst ist, dass er mit seiner 25 jährigen Missionsarbeit in Indien ein solides Fundament der indischen Kirche gelegt hat.

Von Samuel Hebich wird gesagt, dass er oft halbe Nächte im Gebet und mit dem Lesen der Bibel verbrachte, „Wir müssen in Gottes Wort hineingehen, und zwar graben darin und suchen und forschen. Ein rechter Bibelleser hat keine Zeit, Unnützes zu lesen – ein paar wichtige Sachen aus dem Reich Gottes und der Mission; aber das Wichtigste ist, das Buch zu lesen.“

Quelle: „30 kurze Lebensbilder“ von Hanspeter Nüesch, Kontaktiere den Autor per e-mail: hpnuesch7@gmail.com

Wenn Vorbilder weg brechen…

Per Zufall bin ich auf diesen Artikel im People Magazin gestossen:

zum Artikel

Diese News haben mich echt bewegt. Gleichzeitig erinnere ich mich daran, dass dies nicht das Ende von „Pastor“ Carl sein muss. Es bedeutet zwar das Ende seiner Zeit bei Hillsong. Aber sein Pastor, Brian Houston sagt treffend:

They (Carl and Laura Lentz) have a heart for people and we are confident that after a time of rest and restoration, God will use Carl in another way outside of Hillsong church.

Brian Houston

Mit anderen Worten: Es geht weiter! Gib nicht auf! Steh auf, bring dein Leben in Ordnung und mach dich ready, Gott wieder zu dienen! Ein solch zerbrochener Mensch, ist ein veränderter Mensch – ein geheiligter Sohn Gottes. Auch diese Krise ist ein Chance!

Die News um Carl Lentz erinnern mich an vier Dinge:

Beten wir für unsere geistlichen Leiter und Leiterinnen!

Paulus fordert die Christen mehrmals auf, für ihn und seine Mitstreiter zu beten.

Liebe Brüder und Schwestern, wir sind durch die Liebe des Heiligen Geistes miteinander verbunden. Deshalb bitte ich euch im Namen von Jesus Christus, unserem Herrn, inständig: Helft mir bei meinem Kampf, indem ihr für mich betet!

Römer 15,30

Weil auch wir Leiter und Leiterinnen den selben Versuchungen ausgesetzt sind wie du, brauchen wir dein Gebet!

Menschen bleiben menschlich.

Vorbilder sind wichtig. Und es lohnt sich, diese weise zu wählen!

Denkt an die Leiter eurer Gemeinden, die euch Gottes Botschaft weitersagten! Vergesst nicht, wie sie Gott bis zu ihrem Lebensende die Treue gehalten haben. Nehmt euch ihren Glauben zum Vorbild. Jesus Christus ist und bleibt derselbe, gestern, heute und für immer.

Hebräer 13,7

ABER: Sei dir immer bewusst, dass auch deine grössten Vorbilder Fehler machen! Wie verändert sich deine Beziehung zu Gott, wenn dein Pastor sich einen krassen Fehltritt erlaubt? Bitte, mach deinen Glauben nicht abhängig von deinen geistlichen Vorbildern. Sondern baue deinen Glauben auf Jesus Christus, das Gebet und dein persönliches Bibellesen!

„Es ist viel besser, beim Herrn Schutz zu suchen, als sich auf Menschen zu verlassen.“

Psalm 118,8

Hört endlich auf, euch auf Menschen zu verlassen! Sie vergehen wie ein Lufthauch. Was kann man schon von ihnen erwarten?

Jesaja 2,22

Lebe authentisch!

Solange wir leben, werden wir vom Teufel versucht. Jesus kennt jede Herausforderung und kann uns helfen.

Jede Versuchung ist eine Chance, sie zu überwinden und seinen eigenen Glauben zu stärken.

Jedes Scheitern ist eine Chance, in aller Demut zu Jesus umzukehren, zu bekennen und aus der Kraft der Gnade zu leben.

Wer eine Gemeinde leitet, darf mit seinem Leben keinen Anlass zur Klage geben, denn er trägt die Verantwortung für die Gemeinde Gottes. Darum darf er weder überheblich noch jähzornig oder gewalttätig sein, kein Trinker, und er soll nicht darauf aus sein, sich durch unehrliche Geschäfte zu bereichern.

Titus 1,7

Wir brauchen einander!

Ich brauche vertrauenswürdige Menschen in meinem Umfeld, …

  • denen ich meine Sünden bekennen kann, ohne dass sie mich verurteilen.
  • die für mich beten und mich ermutigen.
  • die mich so fest lieben, dass sie mir auch meine blinden Flecken aufzeigen.

Wer sind diese Menschen in deinem Leben?

Es ist nichts Neues, dass Vorbilder weg brechen. Und es wird wieder geschehen…

Von Christ zu Christ bitte ich dich: Bete für deine Leiter und Leiterinnen! Und von Pastor zu Pastor bitte ich dich: Lebe authentisch!