Samuel Hebich (1803 – 1868)

Samuel Hebich

„Gottes Geist soll uns treiben; aber um ihn zu hören, muss man innerlich stille sein, sonst treibt uns unser eigener Geist.“

Samuel Hebich

Der aus dem Württembergischen stammende Samuel Hebich war in mancher Hinsicht ein moderner Apostel Paulus. Nach der Ausbildung am Seminar der Basler Mission reiste er 1834 zusammen mit zwei weiteren Missionaren an die Westküste Indiens aus, in Gebiete, in denen zuvor noch nie eine christliche Mission tätig gewesen war.

Seine kaufmännische Ausbildung kam ihm bei der Gründung von Katechetenschulen, Spinnereien und Ziegelbrennereien zu Hilfe. Dabei setzte er sich dafür ein, dass bei aller Sorge um die Verbesserung der Lebensumstände die Verkündigung des Evangeliums nicht zu kurz kam. Er selbst besuchte regelmässig die Basare und hinduistischen Pilger-und Opferfeste, um vom einen wahren Gott zu reden, der sein Leben für die Menschen gegeben hat. Er erlebte immer wieder, wie man ihn mit Steinen bewarf oder Elefanten auf ihn hetzte. Trotzdem liess er sich durch keine noch so widrigen Umstände davon abhalten, die freimachende Botschaft von Jesus Christus weiterzugeben. Seine Haltung: „Ich tue das oft freudig, oft auch sehr niedergebeugt. Mein Satz ist aber der: je mehr die Leute toben, desto mehr muss ihnen gepredigt werden in der Kraft des Herrn…. Und eine Predigt, die nicht sticht, ist ohne den Heiligen Geist.“ Wo sah Hebich Gottes Geist am Wirken: „Die Gotteskraft besteht in der Liebe, die Liebe ist das Grosse: Gott lieben, Jesus lieben, die Brüder lieben, eine ganz verlorene Welt lieben, und warum? Weil er uns zuerst geliebt hat.“

Weil Samuel Hebich mit Erfolg auch zu den in Indien stationierten englischen Garnisonen predigte, deren Soldaten nach einiger Zeit jeweils an andere Orte versetzt wurden, sprach man später von den „Hebich-Kindern“ in aller Welt. Samuel Hebich predigte das Evangelium furchtlos und ohne jede Zurückhaltung, indem er den einfachen wie gebildeten Menschen ihre Sündhaftigkeit und die Möglichkeit der Vergebung aufzeigte. Hebich: „Wer den engen Weg weiter macht, verfälscht das Evangelium.“ Zentrale Begriffe waren für ihn Umkehr und Heiligung angesichts des drohenden Gerichts Gottes. Sein Ziel war es, Menschen aus der Finsternis ins Licht Christi zu führen. Er erlebte neben Widerstand auch immer wieder erweckliche Aufbrüche, wodurch ganze Gebiete grundlegend verändert wurden.

Nach 25 jährigem Dienst in Indien in die Schweiz zurückgekehrt predigte Hebich gegen eine lau geworden Christenheit und ein „Schaumchristentum“, das die Kraft Gottes verleugnete. „Eine fromme Welt, die nicht bekehrt ist, ist auch bloss tote Welt.. Über allem, was Gott tut, muss mir das Herz hüpfen.“ Das trug ihm manche Anfeindungen nicht zuletzt aus kirchlichen Kreisen ein. Gleichzeitig wurden selbst einflussreiche Persönlichkeiten Jünger/innen Jesu und öffneten dem Evangelium Tür und Tor. Sein grösstes Verdienst ist, dass er mit seiner 25 jährigen Missionsarbeit in Indien ein solides Fundament der indischen Kirche gelegt hat.

Von Samuel Hebich wird gesagt, dass er oft halbe Nächte im Gebet und mit dem Lesen der Bibel verbrachte, „Wir müssen in Gottes Wort hineingehen, und zwar graben darin und suchen und forschen. Ein rechter Bibelleser hat keine Zeit, Unnützes zu lesen – ein paar wichtige Sachen aus dem Reich Gottes und der Mission; aber das Wichtigste ist, das Buch zu lesen.“

Quelle: „30 kurze Lebensbilder“ von Hanspeter Nüesch, Kontaktiere den Autor per e-mail: hpnuesch7@gmail.com

Christian Friedrich Spittler (1782 – 1867)

Christian Friedrich Spittler

„Was hilft’s, wenn wir beim warmen Ofen und einer Pfeife Tabak die Notstände der Zeit bejammern; Hand anlegen müssen wir, und sei es auch ganz im Kleinen.“

Christian Friedrich Spittler

Zur Zeit der napoleonischen Wirren war Basel voller Soldaten, die zum Teil aus weit entfernten Ländern gekommen waren, um als Alliierte die Angriffe Napoleons abzuwehren. Spittler wurde 1805 zum Sekretär der Christentumsgesellschaft berufen, die 1780 auf Initiative des Augsburger Pfarrers Johann August Urlsperger „zur Beförderung wahrer Gottseligkeit“ gegründet worden war. Spittler wandte sich an die Basler Bevölkerung, ihre Herzen für die Menschen aus allen Herren Länder zu öffnen und für die Verwundeten freiwillige Krankenpfleger zu stellen. Viele der Fremden kamen aus muslimischen Ländern des Kaukasus und des Nahen Ostens. Spittler rief auf, praktisch Hand anzulegen. „Den Strom des Verderbens können wir zwar nicht aufhalten, aber unsere Sache ist es, Einzelnen aus demselben herauszuretten.“ Spittler war ein Beter. Pflegetochter Susette: „Wie oft traf man ihn auf den Knien liegend, wenn man unversehens ins Zimmer trat.“. Spittler: „Ich habe viele Posten, worüber ich mit meinem Gott reden muss.“

Christian Friedrich Spittler war nicht nur ein Mann mit einer Glaubensvision und ein Beter, er war in gleichem Masse ein begabter Unternehmer, eine Gründerpersönlichkeit sondergleichen. In 60 Jahren gründete er über 20 sozialdiakonische und missionarische Werke, so die Basler Bibelgesellschaft; die Basler Mission, die zu einer der bedeutendsten Missionswerke heranwachsen sollte; das Judenmissionswerk, später Verein der Freunde Israels; das Rettungshaus für Kinder aus sozial prekären Verhältnissen in Beuggen; die Griechenanstalt später Taubstummenanstalt; die Pilgermission St. Chrischona „,damit aus Christen nicht wieder Heiden werden“; das Kinderspital Basel; das Riehener Diakonissenhaus; das Syrische Waisenhaus in Jerusalem. Noch in seinem Todesjahr gründete er eine Missionsschule für Flüchtlinge aus Abessinien, heute Äthiopien. Spitler sah sich als Handlanger Gottes, durch den Gottes Liebe sichtbar werden sollte. „Unser Präsident soll Jesus Christus sein. Der Herr gebe mir Gnade, dass ich mich stets als Ton seiner Barmherzigkeit formieren und gebrauchen lassen kann.“ Wo Not war, sah er sich von Gott gedrungen, Glaubensgeschwister zur Tat zu rufen. „Ach, wie viel Trauriges kommt hierbei zum Vorschein, wie wenig Liebe, Demut und wieviel Selbstsucht auch unter uns Christen! Jeder sucht das Seine.“

Bei allem Einsatz zur Linderung der praktischen Nöte, sah Spittler die Grenzen rein materieller Hile, „Wahrlich, kommen die Menschen nicht zu Gott und zu der Bibel zurück, so helfen alle menschlichen Unterstützungen nichts.“ Spittler betonte, dass zuerst wir Christen selber immer neu Veränderung benötigen, um bereit zu sein, Opfer zu bringen. „Wie viele Opfer werden irdischen Zwecken gebracht und wie wenig eigentlich für himmlische. Dies könnte uns einst reuen in der Ewigkeit. Drum lass uns wirken, solange es Tag ist. Ja er wirke in uns und allen seinen Kindern eine kräftige Erneuerung des Heiligen Geistes, damit wir in dieser letzten betrübten Zeit das tun können, was notwendig ist und was er von uns fordern wird, wenn er kommt, um Rechnung zu halten mit seinen Knechten.“

Quelle: „30 kurze Lebensbilder“ von Hanspeter Nüesch, Kontaktiere den Autor per e-mail: hpnuesch7@gmail.com

Ich kann das ohne!

Ich weiss nicht warum aber irgendwie bin ich mit Bedienungsanleitungen auf Kriegsfuss.

Unbewusst fühle ich mich von diesen mehrsprachigen Heftchen bevormundet. Die Illustrationen erinnern mich manchmal eher an einen schlechten Comic, als an eine Anleitung. Und ausserdem sind diese überflüssigen Papierseiten eine unerhörte Verschwendung von wertvollen Ressourcen! Gründe Genug, Bedienungsanleitungen abzuschaffen!

Eine Tech-Firma hat das schon vor 15 Jahren begriffen. Sie revolutionierte den Markt mit einem intuitiven Handy: Keine Anleitung, einfach auspacken und ausprobieren! Heute funktionieren alle Smartphones so. Wir Männer lieben es! Wir beherrschen dieses hochtechnologische Wunder auf anhieb. Wollen wir weitere Funktionen entdecken, schauen wir online einen „Videohack“ und fühlen uns wie Indiana Jones, der eine geheime Entdeckung macht. Das stärkt unseren Selbstwert! Ob Apple darum so erfolgreich ist ?

Leider gibt es noch zu viele Anleitungen! Was wäre eine Alternative? Gruppenintelligenz! Schon davon gehört? Wenn wir in Gruppen gemeinsam ein Problem angehen, haben wir einen deutlichen Leistungsvorteil. Dies haben diverse Studien gezeigt. Denn, wenn jeder seine Stärken zur Lösung beitragen kann, verschwinden unsere Schwächen in der Summe der Gemeinschaft. Gemeinsam sind wir stark!

Wenn sich allerdings keine Gruppe bilden lässt und die Ehefrau das sperrige Packet im Flur nicht mehr aushält, wird angepackt! So habe ich kürzlich, ausgerüstet mit einem kühlen Bier in der einen Hand und einem Schraubendreher in der anderen,  das Packet aufgerissen und als erstes die überflüssige Anleitung entsorgt. Das hat sich gut angefühlt! Jetzt wird geschraubt, was das Zeug hält. Mir fällt auf, dass ein Verbindungsstück (es kommt 32-fach vor) auf zwei Arten eingesetzt werden kann. Selbstbewusst entscheide ich mich für die logischere Variante.

Eine Stunde Später bin ich fast fertig und freue mich auf die anerkennenden Blicke meiner Frau. Allerdings kriege ich die Regalböden nicht rein, egal wie ich sie drehe und wende. „Haben die etwas falsches geliefert?“ überlege ich mir. „Oder ist das am Ende ein Produktionsfehler?“ Nach einigem ringen, rufe ich meinen Freund an, der das selbe Möbel hat. Er meint, dass alle Teile korrekt geliefert wurden. Ausserdem sei es sehr wichtig, der Bedienungsanleitung zu folgen, da man sonst alles wieder auseinander bauen und von vorne beginnen müsse. 

Der Rückbau ist mühsam und zeitaufwändig. Ich bin genervt! Irgendwann habe ich es dann doch noch geschafft und rufe meiner Frau ein entgeistertes „Das Möbel steht!“ ins Wohnzimmer, werfe mich müde aufs Bett und schaue auf Youtube einige „fails“. Diese Videos voller Missgeschicke Anderer heitern mich etwas auf. Glück gehabt, es gibt also doch noch blödere Menschen als mich!

Ich habe diesen Bericht leicht übertrieben, um etwas deutlich zu machen: Wir Männer wollen es selber können, weil wir dann auf niemanden angewiesen sind. Dann sind wir unabhängig. Unabhängigkeit bedeutet Freiheit!

Kommt dir das auch bekannt vor? Es ist tief in uns Menschen drin; seit Adam und Eva wollen wir „frei“ sein. Wir wollen auf niemanden angewiesen sein, auch nicht auf Gott. Dies ist die sogenannte „Ur-Sünde“.

Ist es eine Sünde, ein Möbel ohne Anleitung zusammenzubauen? Ja und Nein!

Reto Kaltbrunner

JA“, weil der Begriff „Sünde“ ursprünglich übersetzt „verfehlen eines Ziels“ bedeutet. Wer das Möbel falsch zusammenbaut, hat das Ziel verfehlt. Die Anleitung hätte ihm dabei geholfen, nicht zu „sündigen“.

NEIN“, weil Sünde eben mehr ist, als falsch zu handeln. Sünde ist die Trennung von Mensch und Gott. Diese Trennung führt dazu, dass wir das Ziel (eine Beziehung zu Gott) verfehlen. Und diese Zielverfehlung wird in sündigen Taten sichtbar.

Viele Menschen haben sich darum zum Ziel gesetzt, nicht mehr zu sündigen. Aber die Realität ist: Wir werden immer wieder sündigen. Hingegen sagt die Stimme der Hoffnung: Das Ziel ist erreichbar! Einfach auf einem anderen Weg. Nämlich, indem wir zurück zu Gott kommen, Beziehung mit ihm haben und seine Hilfe annehmen!

Dann sind wir genau dort, wo Gott uns haben will: Nahe bei ihm! Und mit der Gemeinschaft von Mensch und Gott ist der Weg für die Gruppenintelligenz geebnet. 

Mir ist aufgefallen, dass Gott nie mit einzelnen Supermännern Geschichte geschrieben hat. Es waren immer Familien (wie bei Noah), Sippen (wie bei Abraham),  Freundeskreise (wie bei Jesus und den Aposteln), Partner (wie bei der Aussendung der 70 Jünger) und Ehepaare (wie Aquila und Priska). Es sieht ganz danach aus, als hätte Gott seine Schöpfung auf „Gemeinschaft“ programmiert. Dieses Zitat von Jesus bringt es auf den Punkt:

„Aber auch das sage ich euch: Wenn zwei von euch hier auf der Erde meinen Vater im Himmel um etwas bitten wollen und sich darin einig sind, dann wird er es ihnen geben. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen zusammenkommen, bin ich in ihrer Mitte.“

Matthäus 18,19&20 (HFA)

Ist es möglich, dass Gruppenintelligenz eine zutiefst christliche Sache ist? 

Warum ich ein Buch schreibe

Ich wurde angefragt, ein Buch zu schreiben. Da ich gerne schreibe und schon länger auf dem Herzen habe, ein Buch zu veröffentlichen, habe ich zugesagt. Allerdings habe ich mir das Thema meines ersten Buches anders vorgestellt: Es wird darum gehen, wie wir mit Krankheit positiv umgehen können – mit Beispielen meiner aktuellen Situation.

Seit nun über drei Jahren leide ich unter Schmerzen und Schwäche. In dieser Zeit hatte ich einige Erkenntnisse, die sicher auch anderen Menschen in ähnlichen Situationen helfen würden.

Darum werde ich einerseits meine persönliche Geschichte erzählen und gleichzeitig die Leser ermutigen, Gott zu suchen und die Hoffnung auch in Zeiten von Krankheit nicht aufzugeben.

Denn ich habe beobachtet, dass viele Menschen nicht nur körperlich unter ihrer Krankheit leiden. Gerade auch Christen, die ja eigentlich gesund sein sollten, weil sie ja eine Verbindung zum ultimativen Heiler haben, leiden teilweise noch stärker unter ihrer Krankheit.

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Daher ist es normal, dass kranke Menschen sich Fragen stellen wie: „Hat Gott mich vergessen?“, „Habe ich etwas falsch gemacht?“, „Ist meine Krankheit eine Strafe?“, „Was muss ich tun, um geheilt zu werden?“ „Heilt Gott heute überhaupt noch?“. Wenn Heilung ein frommer Wunsch bleibt, können uns solche Fragen fertig machen und darum werde ich genau darauf eingehen.

Es gibt viele Bücher zum Thema „Heilung“. Aber ich habe keines gefunden, das sich mit ausbleibender Heilung bei (chronischer) Krankheit auseinandersetzt. Ich werde den Blick auf Gott richten, damit die Leser Gott auch in der Krankheit erleben (im „dunklen Tal“). Halt so, wie es David beschreibt:

Auch wenn es durch dunkle Täler geht, fürchte ich kein Unglück, denn du, HERR, bist bei mir.

Psalm 23,4 Hoffnung für alle Bibel

Wenn du mich in diesem Vorhaben unterstützen willst, freue ich mich über deine Gebete und/oder Spende.

Kontaktiere mich HIER oder sende mir eine E-Mail auf reto.kaltbrunner(at)gmx.ch

God bless you,

„Wenn du schwach bist, bin ich stark“

Ich habe mich verändert. Mein letzter Artikel im Magazin „MOVO“ erschien unter dem Titel „Gott will echte Kerle“. Damals habe ich unter anderem grossen Wert auf meine Autorenbeschreibung gelegt: Wie kann ich meine Stärke präsentieren? Wie kann ich den Leser in wenigen Sätzen überzeugen, dass ich eben ein „echter Kerl“ bin? Ja, ich habe mich über meine Stärke definiert und tue es heute noch. Aber auf eine mir neue Art. Denn auch jetzt schreibe ich über Stärke, allerdings aus einer (für mich) neuen Perspektive.

Damals bekam ich diese Verheissung, Gott persönlich ermutigt mich immer wieder dadurch:

„Ich werde euch so viel Gutes erweisen wie nie zuvor.“

Hesekiel 36,11

Voller Erwartung, all dies „Gute“ zu empfangen, kam die Krankheit. Ich schreibe bewusst nicht, dass ich ‚krank wurde‘. Denn die Krankheit ist temporär, sie ist nun für eine Zeit ein Teil meines Lebens. Sie beeinträchtigt zwar meine Leistung, definiert aber nicht wer ich bin. Mein Körper ist schwach, aber meine Seele und mein Geist sind weiterhin gesund. Meine Hoffnung: auch mein Körper wird wieder geheilt! Wenn nicht morgen, vielleicht übermorgen. Aber ganz sicher dann, wenn ich in meinen neuen „ewigen Leib“ leben kann. In dieser perfekten Biotech Maschine, die Gott allen seinen Kindern verspricht (1. Korinther 15,43).

„Meine Kraft reicht nicht mehr. Jesus, ich brauche Dich!“

Immer müde

Es begann vor zwei Jahren. Ich war ständig müde, habe regelmässig bis zu zehn Stunden geschlafen und brauchte einen zusätzlichen Mittagsschlaf. Beim Joggen klebten meine Füsse auf der Strasse, meine Beine waren schwer wie Blei, die Muskeln schmerzten. Eines Tages war ich so schwach, dass ich nicht mehr aufstehen konnte. „Burnout!“ war nicht nur mein erster Gedanke. Auch mein Umfeld war überzeugt, dass mein Körper den übersteigerten Erwartungen nicht mehr nachkommen wollte. Doch abgesehen von den physischen Beschwerden, ging es mir gut. Nach einem vierwöchigen Timeout im Bett, konnte ich mich wieder aufrappeln. Unter grosser Anstrengung versuchte ich da weiterzumachen, wo ich aufgehört habe. Aber es ging nicht. Meine Leistung hat sich dauerhaft auf ca. 60% reduziert und trotz viel Schlaf habe ich mich nicht erholt. „Das ist halt so, mit 40…“ war ein verzweifelter Versuch, das Unerklärliche einzuordnen. Dass der Körper altert und an Kraft verliert, war mir bewusst. Aber so krass? Und in so kurzer Zeit? Das kann nicht sein! Dann kam ein weiterer Rückschlag: Anfang 2020 war ich für einige Wochen nur zu knapp 20% arbeitsfähig.

Die Diagnose

Nach einigen Abklärungen bekam ich die Diagnose: CFS (Chronisches Fatigue Syndrom). Ja, das „C“ steht für „chronisch“ und bedeutet „langwierig, andauernd, fortlaufend“. Meine ersten Gedanken: „Eine chronische Krankheit! Ich? Unmöglich! Dann muss es doch ein Burnout sein.“ Doch auch die Psychologin konnte keine deutlichen Hinweise auf eine psychische Ursache finden. Also musste ich mich damit abfinden, dass der oberste Chef meine Leistungsgrenze nun deutlich zurückgestuft hat. Ich war frustriert. Von einem Burnout hätte ich mich erholen können, ich hätte eine Auszeit genommen, mich in Therapie begeben, mein Leben geändert. So einfach stelle ich mir das zumindest vor. Aber einer chronischen Krankheit sah ich mich hilflos ausgeliefert. Nach dem ersten Schock machte ich mich auf die Suche nach menschlichen Möglichkeiten, mein „Schicksal“ selbst zum Guten zu wenden. Diverse Lebensberichte von Betroffenen gaben mir Hoffnung. So habe ich meine Ernährung umgestellt: keinen Alkohol, keine Gluten und möglichst wenig Zucker. Dazu Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine. Und die Anwendung des sogenannten „pacing“ (ich respektiere meine Leistungsgrenze und verbrauche jeweils nur 80% der täglichen Energie). Auch regelmässige Ruhepausen und wenig Stress haben geholfen, dass ich wieder 50% arbeiten kann. Aber was ist mit der anderen Hälfte meiner Energie?

‚Akzeptieren‘ vs ‚Kapitulieren‘

Wass soll ich tun? Als Pastor in einer wachsenden freikirchlichen Bewegung war es immer meine Überzeugung, dass wir Christen Zugang zu unbegrenzter, übernatürlicher Kraft und Gesundheit haben. „Alles ist möglich dem, der glaubt“ und andere Bibelverse haben diese Einstellung befeuert. Doch egal wie viel ich und andere für mich beten, meine körperliche Kraft bleibt klein. Meine natürliche Reaktion ist, die negativen Umstände zu ignorieren, weiterzumachen und „im Glauben“ voran zugehen. Doch mit CFS ist das unmöglich. Denn: Lebe ich über meinem Limit, folgt der „Crash“ – eine Zeit der totalen Erschöpfung. Ich wollte das nicht wahrhaben und probierte mehrmals erfolglos, meine körperlichen Grenzen zu erweitern (und werde es wieder tun). Meine Gedanken kreisen: „Wenn ich nun aber meinen Umstand akzeptiere, dann kapituliere ich… ich kann doch nicht vor der Krankheit auf die Knie gehen!“ Doch Gott hat mir das Gegenteil bewiesen: Er hat mich gelehrt, die Situation zu akzeptieren, damit ich Veränderung erleben kann. Ein Sinnbild dafür ist der Mann, der ständig mehr Geld ausgibt, als er hat. Erst wenn er einsieht, dass er ein Problem hat und bereit ist, ein realistisches Budget einzuhalten, wird sich seine Situation zum positiven verändern. Solange er zu sich sagt „Gott ist mein Versorger, ich muss nur glauben!“ wird er von Monat zu Monat tiefer in die Schulden sinken. So habe ich nach einigem Ringen diese Krankheit akzeptiert: Ich sehe sie als einen Begleiter, der für eine von Gott festgesetzte Zeit an meiner Seite ist. Es ist mein Kreuz, das ich zu tragen habe. Gott mutet mir das zu, er glaubt an mich! In dieser Zeit höre ich Jesus zu mir reden, er lehrt mich und schenkt mir Durchbrüche. Ich erlebe Segen und Freiheit, die ich als gesunder Mann nicht kannte.

„So, Gott, jetzt habe ich meine Lektion gelernt! Du darfst die Übung abbrechen.“ bete ich regelmässig. Denn bis anhin war mir klar, dass Gott Leid und Probleme zu unserem Besten für eine begrenzte Zeit zulassen kann. Nach dem Motto: „Nach der Krise bist du stärker!“ Aber was, wenn die Krise kein Ende nimmt? Die Ungewissheit, wie lange Gott mir das noch zumuten will, belastet mich immer wieder. Darum versuche ich, einen Tag nach dem anderen zu nehmen und zu vertrauen, dass Gott weiss, was er tut. Er ist noch nicht fertig mit diesem Kapitel und meine Veränderung geht weiter.

Schwach-Stark

„Krankheit? Kein Thema! Leid? Erledigt!“ So habe ich das Neue Testament gelesen. „Alle wurden sie geheilt, alle waren sie kraftvoll und gesund. Pausenlos haben die Apostel mit übernatürlicher Kraft für Gott gearbeitet.“ Für die Bibelstellen, die von Leid und Krankheit unter den Aposteln sprachen, hatte ich kein offenes Ohr. Und ja, es gibt eine Menge davon! Timotheus hatte ein schwaches Immunsystem (1. Timotheus 5,23), Epaphroditus (Philipper 2,26) war todkrank und auch Paulus schreibt auffällig oft von seiner körperlicher Schwäche, er hebt sie sogar als Teil von Gottes Plan hervor (1. Kor. 1;27). Die Gemeinde in Galatien lobt er dann auch dafür, wie sie damit umgegangen ist, als Paulus krank war: „… und obwohl meine Krankheit eine Bewährungsprobe für euren Glauben war, habt ihr mich weder verachtet noch abgewiesen.“ (Galater 4,14) Ja, unsere Beziehung zu Gott wird auf „Herz&Nieren“ geprüft, wenn einer unserer geistlichen Vorbilder erkrankt. Ich hörte mal jemanden sagen: „Vertraue nie einem Heilungsprediger, der eine Brille trägt!“ Aber Paulus beweist uns das Gegenteil! Nämlich, dass wir selbst nicht gesund und leistungsfähig sein müssen, um Gott dienen zu können. Unser Dienst wird durch unsere eigene Schwäche weder beeinträchtigt noch unglaubwürdig. Im Gegenteil: Er wird geheiligt! Wo unsere Möglichkeiten aufhören, beginnen Gottes. Sein Geist kann auch durch einen kranken Körper wirken. Um ein gängiges Missverständnis aus dem Weg zu räumen: Wenn Paulus von „Schwäche“ spricht, meint er körperliche – nicht charakterliche Schwäche! Seine Aussagen werden viel zu oft dafür missbraucht, unser eigenes unmoralisches Handeln zu rechtfertigen.

Leiden mit Vision

Es scheint, als müsste unser Leid einem höheren Zweck dienen. Während ich bis vor kurzem davon ausgegangen bin, dass sich alles Leid „weg beten“ oder überwinden lässt, weiss ich jetzt aus eigener Erfahrung, dass „denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen“. Ich sehe noch keine körperliche Heilung, dennoch arbeitet Gottes Geist in mir! Ich habe mich entschieden, dem Heiligen Geist nicht im Weg zu stehen. Ich will sein Werk an mir bewusst zulassen. Mit Freude beobachte ich, wie er mich immer mehr in den Reto verwandelt, der ihm ähnlich ist.

Die Worte von Gott an Paulus verstand ich nie wirklich. Sie haben mich nicht „getroffen“, denn ich habe mich selbst immer als stark erlebt. Aber jetzt, in dieser Zeit der Schwäche, finden diese Worte ihren Weg in mein Innerstes: „… Denn gerade wenn du schwach bist, wirkt meine Kraft ganz besonders an dir. Darum will ich vor allem auf meine Schwachheit stolz sein. Dann nämlich erweist sich die Kraft von Christus an mir.“ 2. Korinther 12:9 HFA

Was ich höre, kann ich glauben. Was ich erlebe, kann mich verändern.

Reto Kaltbrunner

CFS ist in meinem Fall ein effektives Werkzeug in Gottes Hand. Er lehrt mich, wie Er in meiner Schwachheit stark sein will.

Gibt es ein lockeres Christen-Leben?

Wir leben in „crazy times“! Ja, auch ich hab’s noch erkannt…

Was vor wenigen Jahren noch eindeutig als falsch galt, ist heute gesellschaftlich (und z.T. auch in Kirchen) anerkannt. Lies die Tageszeitung, dann weisst du was ich meine. Wenn du es dann immer noch nicht verstehst, liegt es wahrscheinlich daran, dass du unseren Gott und sein Wort nicht gut genug kennst.

Das Evangelium (die gute Nachricht) war schon immer herausfordernd. Und das muss so sein! Denn: Wer die Herausforderung annimmt, erlebt Befreiung! Wenn wir die Botschaft des Evangeliums den Werten der Gesellschaft anpassen, verliert es seine Kraft. Es ist dann zu schwach, uns von unserer Schuld zu befreien – denn was Gott falsch nennt, nennt dieses „progressive“ Evangelium „richtig“. Und somit ist die Erlösung und das Evangelium von Jesus Christus hinfällig.

Damit wir auch im Jahr 2035 unsere christlichen Werte frei leben können, müssen wir jetzt unsere Stimmen erheben.

Vor einigen Jahren hast du dir beim Begriff „geistliche Kampfführung“ vielleicht noch die Stirn gerunzelt. Doch die Zeiten ändern sich rasant: Heute ist es offensichtlich, dass ein Kampf tobt. Die Fronten werden immer sichtbarer. Darum, nimm deine Position ein und …

  • „Steh auf!“ -> Liebe Gott mit all deiner Kraft. Und liebe deinen Nächsten wie dich selbst!
  • „Nimm dein Schwert!“ -> Studiere täglich Gottes Wort, die Bibel. Und bete zu Gott!
  • „Wähle deine Armee!“ -> Wer sind die Kämpfer an deiner Seite?
  • „Kämpfe!“ -> Sei bereit, für Jesus und seine Wahrheit einzustehen!
  • „Gib nicht auf, vertraue!“ -> Gott hält seine Versprechen!

Jesus sagt: „Alle Welt wird euch hassen, weil ihr euch zu mir bekennt. Aber wer bis zum Ende standhält, der wird gerettet.“

Markus 13,13

Das sage ich (Jesus) euch: „Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen.“

Lukas 12,8

Wo ziehst du die Grenze? Was ist in deinen Augen richtig und was ist falsch? Für welche Wahrheit setzt du dich ein? Gegen welche Lüge kämpfst du? Die Zeiten des lockeren Christen-Lebens sind definitiv vorbei. Willst du den Menschen oder willst du Gott gefallen?

‚Zum Schluss noch ein Wort an euch alle: Werdet stark, weil ihr mit dem Herrn verbunden seid! Lasst euch mit seiner Macht und Stärke erfüllen! Greift zu all den Waffen, die Gott für euch bereithält, zieht seine Rüstung an! Dann könnt ihr alle heimtückischen Anschläge des Teufels abwehren.‘ Epheser 6,10&11

„Your only limit is your mind“ – ich sehe das anders!

Nur weil etwas gut klingt, ist es nicht automatisch die Wahrheit!

Reto Kaltbrunner

JA, Gott ist grenzenlos. Wir Menschen sind es nicht! Gott hat uns Grenzen gesetzt. Sorry about.

NEW AGE sagt: „Du selbst bist Gott!“ Mit anderen Worten: „Du bist die höchste Autorität! Du bist unabhängig! Du brauchst keinen Gott! Du kannst alles aus eigener Kraft erreichen!“

JESUS sagt: „Vertraut euch meiner Leitung an und lernt von mir, denn ich gehe behutsam mit euch um und sehe auf niemanden herab. Wenn ihr das tut, dann findet ihr Ruhe für euer Leben.“ Matthäus 11,29

NEW AGE sagt: „The only limit is your mind!“ („Die einzige Grenze ist dein Verstand!“) Dieser Satz macht immer wieder auf Social Media die Runde. Er wird auch von Christen (und sogar Predigern) fleissig gepostet. Aber Achtung: Diese Irrlehre will uns von Gott trennen. Sie ist bekannt unter der Bezeichnung ‚Das Gesetz der Anziehung‘ (‚the law of attraction‘). Diese Aussage hat das Ziel, dass du dich von Gottes Herrschaft lossagst und die Dinge „selber in die Hand“ nimmst – ohne Gottes Willen zu suchen und ohne auf die Stimme des Heiligen Geistes zu hören.

JESUS sagt: „Mein Vater hat mir alle Macht gegeben. Nur der Vater kennt den Sohn. Und nur der Sohn kennt den Vater und jeder, dem der Sohn ihn offenbaren will.“ Matthäus 11,27

Als Christ ist mir klar: Alle Macht gehört Jesus. Nicht mir! Er hat das erste und das letzte Wort in meinem Leben. Ich beuge mich seinem Willen, auch wenn es unangenehm ist. Ich will so leben, wie es ihm gefällt, auch wenn es mit Leiden verbunden ist.

Sollen wir also passiv sein und dürfen keine Ziele haben? Natürlich sollen wir Ziele haben! Das hat z.B. Paulus gut verstanden:

„Wie gesagt, meine lieben Brüder und Schwestern, ich weiß genau: Noch bin ich nicht am Ziel angekommen. Aber eins steht fest: Ich will vergessen, was hinter mir liegt, und schaue nur noch auf das Ziel vor mir.“ Philipper 3,13

Was ist sein Ziel? Das wird hier deutlich:

„Wir dagegen haben unsere Heimat im Himmel. Von dort erwarten wir auch Jesus Christus, unseren Herrn und Retter. Dann wird er unseren hinfälligen, sterblichen Leib verwandeln und ihn dem herrlichen, unvergänglichen Leib gleich werden lassen, den er selbst nach seiner Auferstehung empfangen hat. Denn Christus hat die Macht, alles seiner Herrschaft zu unterwerfen.“ Philipper 3,20&21 Lies dazu auch 1.Korinther 9,23-27

Es gibt nur einen, der über allem steht. Gott. Er ist niemandem Rechenschaft schuldig. Er macht die Regeln. Er kennt den Weg, der voller Segen ist und zum ewigen Leben führt.

Wenn du ewiges Leben haben willst und Gottes Segen in allen deinen Umständen schon hier und jetzt erleben willst, gibts nur eins: Nimm Jesus ernst! Lerne ihn kennen. Lies seine Worte in der Bibel und wende sie an. Bitte ihn um Gnade und lass die Gnade der Motor sein, der dir Kraft gibt, so zu leben wie es Gott gefällt. Gott meint es gut mit dir – das hat er dir in Jesus bewiesen!

NEW AGE oder JESUS? Entscheide dich!

„Jesus liebt dich. Punkt.“

Dieser Satz ist richtig. Und er ist wichtig.

Aber: Er zeigt nur die eine Seite der Münze!

Die Aussage im Titel ist nur die halbe Wahrheit. Nur das halbe Evangelium! Es reicht nicht, zu wissen, dass Jesus mich liebt… WARUM? Das Bewusstsein, dass Jesus mich liebt, rettet mich nicht.

Die andere Hälfte der Wahrheit, die andere Seite der Münze ist: „Wir alle sind Sünder“. Wir alle brauchen Erlösung! Jesus ist der einzige Erlöser.

Das ganze Evangelium lautet so: Wir alle sind getrennt von Gott, weil wir Sünder sind. Gott liebt uns so sehr, dass er seinen Sohn gegeben hat. Jesus ist für unsere Sünden gestorben und er ist auferstanden. Allen, die an ihn glauben, gibt er das Recht, Kinder Gottes zu sein. (Siehe Römer 3,12 / Kolosser 2,13 / Römer 8,3 / Matthäus 28,6 / Johannes 1,12)

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Dem „halben Evangelium“ fehlt die erlösende Kraft… Es führt sogar dazu, dass wir Sünde nicht mehr beim Namen nennen. Die Schlussfolgerung kann diese sein: ‚Wenn Gott mich liebt (mit meiner Sünde, mit meinem weltlichen Lebensstil), braucht es keine Sündenvergebung, ich muss mich nicht ändern. Ich kann einfach so weitermachen wie bisher.‘

Aber Jesus hat das Problem „Sünde“ nicht einfach in Luft aufgelöst:

Jesus sagt: „Meint nur nicht, ich sei gekommen, das Gesetz und die Worte der Propheten aufzuheben. Nein, ich will sie nicht aufheben, sondern voll zur Geltung bringen!“

Matthäus 5,17

Jesus hat das Gesetz nicht aufgehoben. Er hat es erfüllt!

Wenn wir leben als gäbe es keine Sünde, machen wir Jesus zum Lügner!

Wenn wir behaupten, sündlos zu sein, betrügen wir uns selbst. Dann lebt die Wahrheit nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, dann erweist sich Gott als treu und gerecht: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen. Doch wenn wir behaupten, wir hätten gar nicht gesündigt, dann machen wir Gott zum Lügner und zeigen damit nur, dass seine Botschaft in uns keinen Raum hat.

1. Johannes 1,8-10


Die wenigsten glauben oder erzählen bewusst nur das „halbe Evangelium“. Darum ermutige ich dich, BEWUSST das ganze Evangelium zu glauben, und das ganze Evangelium zu erzählen!

Jesus hörte das und antwortete: »Die Gesunden brauchen keinen Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um Sünder in die Gemeinschaft mit Gott zu rufen, und nicht solche, die sich sowieso für gut genug halten.«

Markus 2,17

Bete zu Jesus. Er vergibt dir deine Fehler. Er liebt dich!

Alt+1

Ich hatte wiedermal Geburtstag.

Meine Neffen nennen mich jetzt „alt+1“ … fühlen tue ich mich sogar „alt im Quadrat“… ich will mich nicht beklagen; ich liebe mein Leben, trotz allem! Ich liebe Gott, meine Frau, meine 4 Söhne, meine Berufung, die Ostschweiz – ich liebe es!

Aber ganz klar war dieses Lebensjahr das wahrscheinlich herausfordernste! Nicht wegen der 41, die ich jetzt trage. Sondern, dass ich jetzt (nach 18-monatiger Unsicherheit, was meine Gesundheit betrifft) eine Diagnose habe. Mit CFS habe ich nicht gerechnet!

Ich bin bereit, mich Gottes starker Hand zu beugen – denn ich weiss, er wird mich zu seiner Zeit wieder aufrichten! Ich bin nicht bereit, mich der Krankheit zu beugen! Täglich beten wir für Heilung, und mit uns ein Heer hingegebener Beterinnen und Beter. Ich nehme Vitalstoffe und Medikamente. Und ich verzichte auf gewisse Lebensmittel (eigentlich auf ziemlich alles, was Spass macht). 

Ich bin Gott dankbar, dass es mir jetzt deutlich besser geht als noch im Februar! Und ich danke allen, die mich und meine Familie im Gebet, mit Worten, Segenswünschen und praktischer Hilfe unterstützen!

Weil ich weiss, dass Gott seine Zusagen hält, bin ich voller Hoffnung! Ich glaube, dass das Beste noch vor mir liegt, weil Jesus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist!

„… und ich werde euch so viel Gutes erweisen wie nie zuvor. Daran sollt ihr erkennen, dass ich der Herr bin.“‭‭

Hesekiel‬ ‭36:11‬ ‭HFA ‬‬https://www.bible.com/bible/73/ezk.36.11.hfa

Gesundheit ist nicht alles.

„Gesundheit ist wichtig, aber Gesundheit ist nicht alles.“

Reto Kaltbrunner

Dieser Fact wurde mir dieses Jahr bewusst, als bei mir eine chronische Krankheit diagnostiziert wurde. Warum ich Gott nicht anklage? Warum ich nicht weniger glücklich bin als in gesunden Zeiten? Warum ich auch jetzt voller Erwartung und Hoffnung auf Heilung bin? Nimm dir 20 Minuten Zeit und schau meine Statements dazu:

Mein Umgang mit Krankheit und Leiden