Stinknormal

Maria dankt Gott, dass er sie, eine ’stinknormale‘ Frau für seine Pläne braucht. Eine normale Hausfrau, ohne Fähigkeitsausweis, ohne Ausbildung in Erziehung oder Pädagogik, ohne Titel, ohne Position. So ist Gott, er glaubt an uns – trotz unserer Fehler und Mängel! Und genau dadurch wird Gott verherrlicht: Indem stinknormale Menschen in ihrem langweiligen Alltag seinen Willen tun.

Auch ich danke Gott, dass er mich, einen stinknormalen Mann, für seine Pläne braucht. Ich habe schon immer gerne geschrieben, versuchte mich sogar schon einmal im Verfassen eines Romans. In meiner Vorstellung ist dieser bereits verfilmt und ein Blockbuster. Doch dann kam ein Verlag auf mich zu mit der Bitte, ein Sachbuch zum Umgang mit meiner chronischen Krankheit zu schreiben. Eine echte Herausforderung, ich fühle mich nicht qualifiziert dazu. Trotzdem habe ich zugesagt, denn ich glaube, dass Gott mich dazu brauchen will, kranke und leidende Christen zu ermutigen, den Glauben an ihn nicht aufzugeben.

Advent bedeutet für mich in diesem Sinn auch, dass Gott in seiner Gnade stinknormale Menschen wie dich und mich für seine Pläne brauchen kann.

Maria war sehr froh, als sie das hörte: „Mit allem, was ich hab, will ich dafür sorgen, dass Gott richtig groß rauskommt. 47 Alles in mir freut sich über dich, du bist mein Gott, du hast mich gerettet!48 Gott hat mich gesehen, obwohl ich nur eine stinknormale Frau bin. Alle Menschen, die in Zukunft leben werden, werden mich einmal toll finden und mich ehren. 49 Gott hat was ganz Großes mit mir gemacht, ihm ist nichts unmöglich, er ist ganz besonders, er ist echt heilig. 50 Er liebt uns total und diese Liebe gilt allen Menschen, die ihn respektieren. 

Lukas 1,46-50 Volxbibel

In froher Erwartung

Gewisse Dinge brauchen ihre Zeit. Zeit zum reifen, Zeit zum entstehen. Gerade so, wie ein Kind im Mutterleib. Oft entwickeln sich diese Dinge unbemerkt in uns, während Gott am Werk ist. Und manchmal hüpft das ‚Kind‘ in uns, um uns daran zu erinnern, dass da noch was bevorsteht worauf wir uns freuen können.

Eine Schwangerschaft braucht Geduld. Klar, man kann sie auch geniessen, diese Zeit in froher Erwartung. Aber gegen Ende wird es mühsam, die werdende Mutter weiss nicht mehr wie liegen, muss dauernd auf die Toilette weil das Baby auf die Blase drückt und Mami ist kurzatmig. Dann weiss man: Die Geburt rückt näher!

Gott hat versprochen, dass er das, was er in uns angefangen hat, auch zu Ende führen wird (Philipper 1,6)! Also können wir auf Gottes Zeitplan vertrauen und dafür sorgen, dass ihm nichts im Weg steht. Denn oft ist es effektiver, Hindernisse aus dem Weg zu räumen, als krampfhaft den Prozess beschleunigen zu wollen. Und die Vorfreude auf die Geburt nicht vergessen!

Maria hatte dann später einmal die Idee, schnell auf Besuch bei Elisabeth vorbeizuschauen. Die wohnte in den Bergen von Judäa. 40 Als sie in das Haus vom Zacharias kam, umarmte sie Elisabeth. 41In dem Augenblick, als Maria „Hallo, Elisabeth“ gesagt hatte, hüpfte das Baby in Elisabeths Bauch wie verrückt. 

Lukas 39-41 Volxbibel