Sprachlos

Sprachlos war sie, meine Grosstante, als sie das Geschenk meines Vaters auspackte. Dies passierte vor ca. 30 Jahren an Heiligabend, ich werde es nie vergessen. Meine Eltern, meine beiden Geschwister, ich, meine Grossmutter und deren Schwester sassen im Wohnzimmer und machten uns bereit für die Geschenke. Vorausschicken muss ich noch, dass mir meine Grosstante im Jahr zuvor wiedermal ein ’spezielles‘ Geschenk machte: Ich bekam einen orangen Kochlöffel. Auch meinem Vater ist dieses ‚Geschenk‘ geblieben, es störte ihn, dass sie ihren Müll verschenkte, anstatt ihn fortzuwerfen.

Wir waren also bereit für die Geschenke und mein Vater, der den Vorfall mit dem Kochlöffel nicht vergessen hat, überreichte seiner Tante einen Abfallsack. Sie probierte sich nichts anmerken zu lassen, während sie ihn öffnete und langsam ein ‚Geschenk‘ nach dem anderen herausnahm. Meine Mutter hielt die Szene nicht aus und verschwand in der Küche, während mein Vater die Situation zu geniessen schien. Meine Grossmutter schien wenig überrascht, kannte sie doch die Flausen ihres Sohnes. Meine Geschwister und ich konnten das Lachen kaum unterdrücken.

Und meine Grosstante? Die war sprachlos.

Inzwischen waren draußen schon zig Leute und warteten auf Zacharias. „Wo bleibt der nur?“ 22 Als er dann endlich wieder rauskam, konnte er nicht reden. Damit war eine Sache klar, irgendetwas war ihm dadrin begegnet. Mit Zeichensprache erklärte er ihnen, dass er gerade eine Vision im Tempel gehabt hatte. Zacharias konnte ab da tatsächlich erst mal nichts mehr sagen. 23 Er blieb dann noch die sieben Tage da, bis er Feierabend von seinem Priesterdienst hatte. Erst dann ging er wieder nach Hause. 24 Nur kurze Zeit später war Elisabeth tatsächlich schwanger. Fünf Monate blieb sie alleine auf ihrer Bude und zeigte sich niemandem. 25 „Gott hat mir so sehr geholfen“, sagte sie. „Dass ich noch ein Kind kriege, ist so genial! Nun kann mich niemand mehr von oben herab anmachen, weil ich keine Babys bekommen kann.“

Lukas 1,21-25 Volxbibel

Heilsversprechen

Der erste Weihnachtskatalog flatterte Anfang Oktober ins Haus. Ich wollte ihn heimlich auf dem meterhohen Altpapierstapel verschwinden lassen, hat aber nicht funktioniert. Irgendwie haben Dinge, die man unbemerkt loswerden will, eine magische Anziehungskraft…

Uns wird das blaue vom Himmel versprochen, die farbig glänzenden Spielzeugbilder gaukeln Freude und Friede vor. Unsere Kinder lernen schon früh, ihre Hoffnung auf die Erfüllung materieller Wünsche zu setzen. Sie denken sich, dass dieses eine Spielzeug der Schlüssel zum Heil sein muss, dass das Leben im Kinderzimmer nach der Geschenkeschlacht endlich wieder spannend sein wird. Und obwohl wir Erwachsenen wissen, dass diese Versprechen alles nur teure Lügen sind, tun wir nichts gegen die immer länger und teurer werdenden Wunschlisten unserer Kleinen.

Wieso nicht mal Spielzeug verschenken? Denn Geben macht mehr Freude, als nehmen!

„Hä? Wie soll das denn gehen?“, fragte Zacharias etwas überrascht. „Ich bin schon Rentner, und meine Frau ist auch nicht mehr die Jüngste!“ 19 „Ich stell mich am besten erst mal vor“, antwortete der Engel. „Ich heiße Gabriel und bin einer der Engel, die Gott am nächsten kommen dürfen. Er schickt mich, um dir diese gute Nachricht zu übermitteln, das ist mein Job! 20 Aber weil du mir das nicht glaubst, wirst du erst mal nicht mehr reden können, und zwar so lange, bis das Baby geboren ist. Du wirst sehen, ich hab dir die Wahrheit gesagt, es wird alles genau so passieren, wenn es so weit ist.“

Lukas 1,18-20 Volxbibel

Wo ist Walter

Manchmal sind Dinge offensichtlich, manchmal braucht es aber mehr Aufmerksamkeit um etwas zu sehen. Walter, der Wimmelbuch-Star mit rotweiss gestreifter Wollmütze, ist ein gutes Beispiel dafür. Wir kaufen und lieben diese Bücher, nur um Walter im Gewimmel zu finden. Irgendwie macht es Freude Walter zu suchen und es tut gut, ihn dann auch zu finden.

Wo ist Jesus im Weihnachtsgetümmel?

Welches göttliche Versprechen zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Bibel? „Ich bin bei dir.“ Ja, der Allmächtige ist nicht weit weg – höchstens ein Gebet entfernt! Und so wie Walter sicher auf jedem Bild zu finden ist, so verhält es sich auch mit unserem Schöpfer: Wer sucht, der findet! Gott ist nahe, manchmal braucht es aber etwas mehr Aufmerksamkeit um ihn zu sehen.

Wenn du an die vergangenen Tage denkst, wo bist du Gott begegnet?

Der Engel meinte aber gleich zu ihm: „Hallo, Zacharias! Bleib locker, Gott hat auf dich und deine Gebete gehört. Deine Frau, die Elisabeth, die wird für dich noch einen Sohn kriegen, und der soll dann Johannes heißen. Dieser Sohn wird dich sehr glücklich machen, und nicht nur dich, auch viele andere Menschen! Gott hat was mit ihm vor. Er wird radikal mit Gott leben, keine Drogen oder Alk nehmen. Dafür wird er schon vor seiner Geburt abgefüllt sein mit einer ganz besonderen Kraft von Gott, nämlich mit seinem Geist. Und er wird dafür sorgen, dass viele Israelis sich wieder auf ihren Gott einlassen. Er wird so drauf sein wie der Prophet Elija, und er wird alles dafür vorbereiten, dass Gott kommen kann. Er wird dafür sorgen, dass die Väter sich wieder mit ihren Kindern vertragen. Die Leute, die weg waren von Gott, werden Gott durch ihn wieder finden. Er soll dem Meister für seine Arbeit gut vorbereitete Menschen überlassen.“

Lukas 1,13-17 Volxbibel

Wham!

Einer unserer vier Söhne kam Anfangs Oktober frisch gestylt im Weihnachtspulli (ja, die schlimmen!) ins Wohnzimmer und verkündete vergnügt, dass er ready für den Winter sei. Er liebt die Adventszeit, die kurzen und kalten Tage, wenns drinnen kuschlig und warm ist.

Unter keinen Umständen darf der Song von Wham! ‚Last Christmas‘ fehlen. Ich frage jetzt nicht, ob du ihn bereits gehört hast – denn ich gehe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus. Und wahrscheinlich spielt der Ohrwurm auch gerade jetzt in deinem Hirn wieder in Endlosschlaufe. „… I gave you my heart, but the very next day, you gave it away…“

Wie gehst du mit dem Weihnachts-Hype um? Wehrst du dich oder surfst du mit dieser Welle langsam aber sicher auf Heiligabend zu? Denk daran: Bald hast du es geschafft, bald ist alles vorbei! Und bis dahin musst du entweder in eine abgelegene Skihütte ohne Radio- und Handyempfang flüchten oder aber die Welle reiten. Etwa indem du bei nächster Gelegenheit lauthals in den Wham! Song einstimmst oder indem du im Weihnachtspulli zur Arbeit erscheinst.

Eines Tages passierte dem Zacharias ein krasses Ding. Er war im Tempel gerade bei der Arbeit, seine Gruppe hatte Schicht. Wie üblich wurde wieder ausgelost, wer in dem Tempel die Räucherkerzen und den Weihrauch anzünden sollte. Das Los fiel diesmal auf Zacharias. Draußen standen in der Zeit sehr viele Leute, um mit Gott zu reden. Als Zacharias in dem Raum gerade rechts von der Stelle stand, wo man dieses Rauchopfer startet, kam plötzlich eine Nachricht von Gott rein ─ in Form eines Engels. Dieser Engel stellte sich rechts neben den Altar, wo immer das Opferzeugs verbrannt wurde. Zacharias gefror das Blut in den Adern. Er kriegte voll die Panik.

Lukas 1,8-12 Volxbibel

Tea Time

Geniesst du den Advent? Oder gehörst du eher zu denen, die innerlich sarkastisch lachen, wenn andere behaupten, dass sie diese Zeit geniessen können? Wie um alles in der Welt soll das denn überhaupt möglich sein?

Jeder hat seine eigenen Strategien, mit dem aktuellen Stress umzugehen und ihn abzubauen. Schneeschaufeln, Sport treiben, essen, naschen, rauchen, trinken, Beruhigungsmittel. Oder alles gleichzeitig?! Lieber nicht…

Tee beruhigt. Wie wäre es, ab heute bis zum Höhepunkt des Weihnachtswahnsinns, den morgendlichen Kaffee durch einen Tee zu ersetzen? Einfach eine Viertelstunde für dich selbst Zeit nehmen, wenn alle noch (oder bereits) am schlafen sind oder wenn die anderen das Haus oder Büro verlassen haben?

Komm zur Ruhe, du bist es wert!

Die ganze Geschichte beginnt in der Zeit, wo Herodes noch in Judäa das Sagen hatte. Damals lebte ein jüdischer Priester in der Gegend, der Zacharias hieß. Zacharias gehörte zu der Gruppe der Abija-Priester, seine Frau Elisabeth kam aber aus der Priesterfamilie von Aaron. Beide waren hardcoremäßig mit Gott unterwegs, sie taten alles genau so, wie Gott es wollte, und lebten streng nach den religiösen Gesetzen und Vorschriften. Sie hatten keine Kinder bekommen können, weil Elisabeth unfruchtbar war. Außerdem waren sie mittlerweile auch schon zu alt dafür.

Lukas 1,5-7 Volxbibel

Weihnachten (üb)erleben – Adventskalender

Eine Freundin offenbarte mir kürzlich, dass Weihnachten für sie eine grosse Belastung sei.

Die vielen und hohen Erwartungen.

Die Erinnerung an die Erfahrungen aus der Vergangenheit.

Die Feiern.

Zusätzlich die kurzen Tage und das triste Wetter.

Diese Begegnung inspirierte mich zu meinem etwas anderen Adventskalender. Nicht die „Weihnachtsstimmung“, sondern die Geburt von Jesus sollen uns Kraft und Freude geben. Nicht die Adventsdekoration, sondern die Message der Gnade, soll uns inspirieren. Nicht die Feste und Geschenke, sondern die spürbare Nähe Gottes soll uns in dieser Zeit tragen!

Ich hoffe es gelingt mir, mit meinen kurzen Texten deinen Advent etwas aufzulockern.

Indem du auf den jeweiligen Kalendertag klickst, wirst du zum entsprechenden Beitrag weitergeleitet. Ich wünsche dir von herzen eine gesegnete Adventszeit!

God bless you,

PS: Öffne diese Seite auf deinem Desktop-Computer!

Der Countdown läuft

Noch 24 Tage, dann hast du es geschafft!

Dann ist der Weihnachtsstress vorbei. Dann ist die Gans gefressen und die Gäste sind gegangen. Dann ist der Besuchs-Marathon absolviert. Dann können sich die Kinder endlich mit ihrem neuen, langersehnten Spielzeug langweilen (und sich überlegen, was sie sich zum Geburtstag wünschen sollen. Vielleicht finden sie nächstes Mal das Geschenk, das wirkliche Erfüllung bringt?).

Nur noch 24 mal schlafen, dann hast du es geschafft!

Dann kannst du den nadellassenden Baum genussvoll aus dem Fenster werfen, mit der Axt in Stücke hacken, ihn dabei anschreien, beleidigen und ganz übel zurichten, mit Benzin übergiessen und in Flammen aufgehen lassen. Ja, freue dich darauf! Denn du hast es verdient, deinen bis dahin angestauten ‚Stille Nacht, Heilige Nacht – Frust‘ loszuwerden!

Spürst du es? Fühlst du wie sich die Wärme im Herzen ausbreitet beim Gedanken daran, dass auch diese Zeit ein Ende haben wird?

Lieber Theophilus! Viele Leute haben schon den Versuch gestartet, alles mal aufzuschreiben, was so bei uns in den letzten Jahren gelaufen ist. Als Grundlage dafür gab es die Berichte von den Augenzeugen, die live mitgekriegt haben, wie Gott alle seine Versprechen eingehalten hat. Ich habe jeden dieser Berichte genau durchgelesen und kam dann auf die Idee, dir eine ausführliche Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse aufzuschreiben. Du wirst bemerken: Alles, was man dir erzählt hat, stimmt! Es hat sich tatsächlich so abgespielt. Es ist alles wirklich wahr!

Lukas 1,1-4 Volxbibel

Tägliche Inputs im Advent

Ab dem 1. Dezember findest du hier jeden Morgen ab 6:00 Uhr einen kurzen, witzigen, ermutigenden, zum Nachdenken anregenden Input.

Eine Freundin offenbarte mir kürzlich, dass Weihnachten für sie eine grosse Belastung sei.

Die vielen und hohen Erwartungen.

Die Erinnerung an die Erfahrungen aus der Vergangenheit.

Die Feiern.

Zusätzlich die kurzen Tage und das triste Wetter.

Diese Begegnung inspirierte mich zu meinem etwas anderen Adventskalender. Nicht die „Weihnachtsstimmung“, sondern die Geburt von Jesus sollen uns Kraft und Freude geben. Nicht die Adventsdekoration, sondern die Message der Gnade, soll uns inspirieren. Nicht die Feste und Geschenke, sondern die spürbare Nähe Gottes soll uns in dieser Zeit tragen!

Ich hoffe es gelingt mir, mit meinen kurzen Texten deinen Advent etwas aufzulockern.

Gott mit Dir!

PS: Ich sende dir die Inputs gerne täglich per E-Mail! Einfach bitte HIER deine E-Mail Adresse eintragen.