Gestalten

„Es ist, wie es ist, aber es wird, was du daraus machst.“

Diese Weisheit stand auf einer Postkarte, die ich in einer besonders herausfordernden Krankheitsphase von meiner lieben Frau erhalten habe. Der Satz fordert mich auf, die Dinge, die ich nicht ändern kann, zu akzeptieren – anstatt mich ständig und unter grossem Kraftaufwand dagegen zu wehren. Denn es ist viel effektiver, wenn ich meine Energie dafür einsetze, die Dinge zu ändern, die ich wirklich auch beeinflussen kann.

So zum Beispiel die Art und Weise wie ich meine Situation deute, was ich daraus mache. An der Situation selbst können wir vielleicht wenig oder sogar nichts ändern. Aber wir können unsere Einstellung ändern!

Lass die Grundlage deiner Deutung dabei immer diese sein: Gott liebt dich, er ist bei dir, alles muss schlussendlich zu deinem Besten dienen. „Zu deuten“ heisst „zu gestalten“.

Wie gestaltest du dein „Heute“?

Mit dabei war Maria, seine Verlobte, die gerade hochschwanger mit ihrem ersten Baby im Bauch war. 6 Kurz nachdem sie in Bethlehem eintrafen, gingen die Wehen los. 7 Schließlich brachte Maria ihr erstes Baby ohne Hilfe auf die Welt. Es war ein Junge! Sie zog dem Kleinen eine Pampers an und wickelte ihn in ihr großes weiches Halstuch. Danach legte sie das Baby in einen rostigen Einkaufswagen, der da rumstand. Josef hatte diesen so gut es ging mit seiner Jacke ausgepolstert. Die Jugendherbergen und Hotels waren nämlich bereits alle voll gewesen, deswegen mussten sie in dieser versifften Tiefgarage übernachten, mit flackerndem Licht und miefiger Luft.

Lukas 2,5-7 Volxbibel

Geschenkeschlacht

Was schenkt man jemandem, der schon alles hat?

Das passende Geschenk zu finden ist manchmal schwierig. Glücklicherweise haben wir an unseren Familienweihnachten das Schenken vereinfacht – wir „wichteln“ diejenige Person, der wir etwas schenken. So muss jeder nur ein Geschenk organisieren. Und auf diese Weise muss man sich dann dementsprechend auch nur einmal (mehr oder weniger herzlich – je nachdem was man erhalten hat) bedanken.

Eine schweizerische Homepage hat übrigens das passende Geschenk für Menschen, die schon alles haben: Ein verpacktes „Nichts“ für den Spottpreis von Fr. 9.95, zzgl. Versandkosten.

Mein Vorschlag: Spende diesen Betrag lieber für eine sinnvolle Sache, denn es gibt Alternativen: Schenke dem, der schon alles hat, etwas seltenes und unglaublich wertvolles. Mit ziemlicher Sicherheit hat er es noch nicht (oder „nicht mehr“). Schenke ihm deine Zeit, unternehmt etwas miteinander, kocht zusammen, trinkt einen Tee, macht ein Feuer. Geniesst euch einfach!

Es war so, dass Augustus, der Diktator der Weltmacht Rom, über Twitter eine aktuelle Verordnung rausgab: Alle Leute, die in seinem Land lebten, sollten sich vor Ort registrieren lassen. Es ging ihm darum, herauszufinden, wie viel Kohle jeder so verdient, um mehr Steuern einziehen zu können. 2 Es war also so eine Art Volkszählung wegen den Steuern und passierte in dieser Form das erste Mal. In der Zeit war ein Mann mit dem Namen Quirinius gerade der Befehlshaber von Syrien. 3 Jeder Mensch war verpflichtet, zu dem Ort zu fahren, aus dem seine Familie herkam, um sich dort registrieren zu lassen. 4 Unter ihnen war auch Josef. Er kam aus der Stadt Nazareth in Galiläa. Josef machte sich auf den Weg nach Betlehem in Judäa. Josefs Familie stammte nämlich aus Betlehem. Einer seiner Vorfahren war der berühmte jüdische Präsident David. 

Lukas 2,1-4 Volxbibel

Eine offene Türe

Ab und zu habe ich den Pudel unserer Freunde zu Besuch. Er war gerade in seinen „Teenager-Jahren“ als meine Frau das Gartentor öffnete und er geschickt an ihr vorbei in die Freiheit entwich. Das war eine offene Türe zu viel – ich machte mir Sorgen, dass der Hund verloren geht oder, noch schlimmer, in einen Autounfall verwickelt wird. Gemeinsam mit seinem Herrchen streifte ich alarmiert durchs Dorf, in der Hoffnung, Chase zu finden. Bevor ich mich auf die Suche machte, sagte ich zu meiner Frau, sie soll die Haustüre offen lassen für den Fall das er zurückkommt.

Und genau so war es: Nach kurzer Zeit kehrte er selbstständig zurück und kam durch die offene Türe nach Hause.

Jesus wurde in Bethlehem geboren, um uns die Türe zu unserem himmlischen Zuhause zu öffnen. Er selbst ist die Türe und die Türe steht auch dir weit offen!

Wir wollen ihm radikal dienen und tun, was er sagt, für immer! 76 Und von dir, kleiner Junge, wird man noch einiges zu sagen haben. Man wird dich als Prophet vom obersten Gott bezeichnen. Du wirst alles vorbereiten, damit Gott dann richtig loslegen kann. 77 Du wirst seinen Leuten sagen, wo es langgeht, du wirst ihnen erklären, wie sie frei von ihren Schulden werden können, die sie bei Gott haben. 78 Gott verzeiht uns, weil er uns so sehr liebt! Sein Licht wird uns die Richtung zeigen. 79 Dieses Licht wird für alle Leute da sein, die im Dunklen leben, die Angst vor dem Tod haben, die vom Tod bedroht werden. Dieses Licht wird uns den Weg zeigen, wie wir Frieden finden können.“ ─ 80 Je älter Johannes wurde, desto besser lernte er Gott kennen. Schon als Jugendlicher ging er oft in die Wüste. Irgendwann fing er dann an, in der Öffentlichkeit in Israel aufzutreten.

Lukas 1,75-80 Volxbibel