Tägliche Inputs im Advent

Ab dem 1. Dezember findest du hier jeden Morgen ab 6:00 Uhr einen kurzen, witzigen, ermutigenden, zum Nachdenken anregenden Input.

Eine Freundin offenbarte mir kürzlich, dass Weihnachten für sie eine grosse Belastung sei.

Die vielen und hohen Erwartungen.

Die Erinnerung an die Erfahrungen aus der Vergangenheit.

Die Feiern.

Zusätzlich die kurzen Tage und das triste Wetter.

Diese Begegnung inspirierte mich zu meinem etwas anderen Adventskalender. Nicht die „Weihnachtsstimmung“, sondern die Geburt von Jesus sollen uns Kraft und Freude geben. Nicht die Adventsdekoration, sondern die Message der Gnade, soll uns inspirieren. Nicht die Feste und Geschenke, sondern die spürbare Nähe Gottes soll uns in dieser Zeit tragen!

Ich hoffe es gelingt mir, mit meinen kurzen Texten deinen Advent etwas aufzulockern.

Gott mit Dir!

PS: Ich sende dir die Inputs gerne täglich per E-Mail! Einfach bitte HIER deine E-Mail Adresse eintragen.

Meine Publikationen

Hier eine Übersicht der Texte, die ich bis anhin veröffentlicht habe:

MOVO, das Magazin für die persönlichen Durchbrüche im Männeralltag. Viermal im Jahr erzählt das Magazin von den großen Siegen und Niederlagen, den Abgründen und Sternstunden – und dem Leben dazwischen: in Job, Beziehungen, Hobby und Glauben.

Meine Artikel findest du hier im Blog in der entsprechenden Kategorie MOVO im Seitenmenü.

Das perfekte Geschenk für Männer! Die Neues-Leben-Übersetzung dieser Bibel ist alltagsnah und schnörkellos – wunderbar geeignet zum Draufloslesen und zum Tiefergraben. Die Worte Jesu sind in dieser Ausgabe übrigens rot gedruckt! Neben dem Bibeltext findet man auch über 180 farbig gestaltete Sonderseiten mit interessanten Beiträgen. So werden zum einen Männer der Bibel vorgestellt und zum anderen verschiedene Themen angesprochen wie „Die Bibel im Berufsalltag“, „Vater sein“, „Beten im Alltag“, „Erfolgreich scheitern“ oder „Konstruktives Streiten“.

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Ein Buch wie ein Baumarkt – äußerst hilfreich …!
24 Männer haben für dieses Männer-Andachtsbuch die Ärmel hochgekrempelt. 52 Impulse liefern Kraftstoff für den Alltag an der Werkbank, im Büro, am Schreibtisch, im Zugabteil, auf Dienstreisen, in den Familien … Das Ziel: Bibeltexte und Erklärungen, die Männer und Männerkreise ermutigen, herausfordern und stärken. Denn für die Hoch-Zeiten und die Tief-Phasen des Lebens gilt für jeden Mann: Du bist nicht allein unterwegs. Jesus, der Bruder und Freund, ist an deiner Seite.

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Gott möchte den Charakter, die Persönlichkeit, die Vaterschaft, eben das Beste im Mann, hervorbringen. In 52 Andachten durchlaufen die Autoren wie z.B. Uwe Heimowski und Frank Heinrich das Lukasevangelium und machen dabei spannende und überraschende Entdeckungen. Sie laden zur Auszeit ein und ermutigen, sich Gott zu öffnen und den Schöpfer selbst an sich arbeiten zu lassen – denn nur eine geschliffene Schneide kann Qualität hervorbringen. Ein Buch, das Mut macht und herausfordert.

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Zum Aufladen gibt es endlich ein Andachtsbuch für Männer, das ganz ohne Strom und Steckdose funktioniert. Jede Andacht orientiert sich an einem Mann aus der Bibel und enthält neben einer Auslegung viele praktische Impulse zum Aufladen im Alltag.

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Ein neues Andachtsbuch für Männer – zum Innehalten, Bilanz ziehen und Kraft tanken! Jede der 52 Andachten orientiert sich an einem Mann aus der Bibel und enthält viele praktische Impulse, die zu neuer Ausdauer, Reife und Gelassenheit führen.

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Wenn Gott nicht heilt…

Als ich vor vier Jahren chronisch krank wurde, hat das viele Fragen aufgeworfen. Mein Umfeld und ich suchten nach Antworten, wie Gott das zulassen kann.

Nachdem ich alle Sünden bekannte und immer noch krank war, begann ich dieses Glaubenskonzept zu hinterfragen. Wer glaubt, dass alle Krankheiten und Probleme ihren Ursprung im eigenen Fehlverhalten haben, ist glücklicherweise auf dem Holzweg. ‚Glücklicherweise‘ weil es im christlichen Glauben nicht in erster Linie darum geht, sich an Regeln zu halten und alles richtig zu machen.

Photo by Evan Dennis on Unsplash

Schon immer haben wir Menschen Leid und Krankheit versucht zu deuten und dabei oft vergessen, dass Gott eine Beziehung mit uns haben will. Viele biblische Berichte zeigen auf, dass Gottes Ziel immer Beziehung zum Mensch ist. Wer auf alles eine Antwort braucht, wer alles einordnen und verstehen muss, wird es nicht einfach haben. Antworten können zwar helfen, aber die Suche danach kann auch schaden! Wenn der Wunsch, Gottes Handeln im eigenen Leben zu verstehen einer Unsicherheit, einem Misstrauen entspringt, wird die Suche nicht näher zu Gott, sondern weiter von ihm weg führen.

Gottes Sehnsucht nach Beziehung ist der wichtigste Grund, warum du existierst! Das Verhalten ist sicher nicht unwichtig aber es kommt in Gottes Prioritätenliste nicht an erster Stelle. Weshalb ich mir dessen so sicher bin? Werfen wir einen Blick auf die Heilsgeschichte:
Gott machte den Menschen und merkte bald, dass der Mensch sich einsam fühlte. Also nahm er ein Update vor zum „Menschen 2.0“ und unterteilte ihn in zwei Geschlechter: Mann und Frau. Gott freute sich über die Menschen! Sie lebten in perfekter Harmonie mit Gott im Garten Eden. Wir wissen nicht wie lange das gut ging, aber es kam irgendwann zum Bruch und die Menschen zerstörten ihre Gemeinschaft mit Gott. Die Schlange säte Misstrauen, Adam und Eva brauchten plötzlich Antworten auf Fragen, die vorher keine Rolle spielten. Die Fragen und Zweifel nagten am Vertrauen. Weil sie nicht mehr glaubten, dass Gott nur das Beste für sie will, nahmen sie ihr Schicksal selbst in die Hand, assen die Frucht und mussten das Paradies verlassen. So trennte das Misstrauen die Menschen sofort von Gott, weil sie an Gottes Liebe zweifelten und dachten, dass er ihnen etwas vorenthalten könnte. Die Harmonie war zerstört, nichts war mehr perfekt. Hier stellt sich die Frage: Was war die Ursache der Trennung? Der Biss in die verbotene Frucht oder das Misstrauen Gott gegenüber?

Die Antwort darauf ist entscheidend weil sie unser Gottesbild offenbart. Gott will unser Vertrauen, um darauf eine tiefe Beziehung aufbauen zu können. Wenn dieses Ziel verfehlt wird, beschreibt das die Bibel mit dem Begriff ‚Sünde‘. Sünde ist die Trennung von Mensch und Gott, das Verfehlen des ursprünglichen Ziels, Gemeinschaft mit Gott zu haben. Jesus hat dieses Problem gelöst: Wer ihm vertraut, kann wieder nahe bei Gott sein.

Ich habe bis heute keine befriedigende Antwort für meine Krankheit gefunden. Aber ich habe mich entschieden, Gott auch in dieser Zeit zu suchen und ihm nahe zu sein. Von Herzen wünsche ich auch dir, dass du deine Fragen zwar stellen und Antworten suchen kannst, gleichzeitig aber vertrauensvoll bei Gott bleibst mit der tiefen inneren Gewissheit: „Er weiss was er tut!“.

Dieser Text erschien im ERF Magazin „Antenne“, HIER gehts zur Onlineversion.

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Falls auch du der Meinung bist, dass es dringend ein Buch zu diesem Thema braucht, freue ich mich über deine Unterstützung! Gemeinsam können wir schon jetzt die Auflage und Bekanntheit erhöhen.

Das Buch wird im SCM Verlag erscheinen, Veröffentlichung ist im Frühjahr 2024 vorgesehen.

Mit einer Spende von zum Beispiel Fr. 33.- ermöglichst du den Druck von 2 Büchern.

DANKE!

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Warum ich ein Buch schreibe

Ich wurde angefragt, ein Buch zu schreiben. Da ich gerne schreibe und schon länger auf dem Herzen habe, ein Buch zu veröffentlichen, habe ich zugesagt. Allerdings habe ich mir das Thema meines ersten Buches anders vorgestellt: Es wird darum gehen, wie wir mit Krankheit positiv umgehen können – mit Beispielen meiner aktuellen Situation.

Seit nun über drei Jahren leide ich unter Schmerzen und Schwäche. In dieser Zeit hatte ich einige Erkenntnisse, die sicher auch anderen Menschen in ähnlichen Situationen helfen würden.

Darum werde ich einerseits meine persönliche Geschichte erzählen und gleichzeitig die Leser ermutigen, Gott zu suchen und die Hoffnung auch in Zeiten von Krankheit nicht aufzugeben.

Denn ich habe beobachtet, dass viele Menschen nicht nur körperlich unter ihrer Krankheit leiden. Gerade auch Christen, die ja eigentlich gesund sein sollten, weil sie ja eine Verbindung zum ultimativen Heiler haben, leiden teilweise noch stärker unter ihrer Krankheit.

Photo by Yannick Pulver on Unsplash

Daher ist es normal, dass kranke Menschen sich Fragen stellen wie: „Hat Gott mich vergessen?“, „Habe ich etwas falsch gemacht?“, „Ist meine Krankheit eine Strafe?“, „Was muss ich tun, um geheilt zu werden?“ „Heilt Gott heute überhaupt noch?“. Wenn Heilung ein frommer Wunsch bleibt, können uns solche Fragen fertig machen und darum werde ich genau darauf eingehen.

Es gibt viele Bücher zum Thema „Heilung“. Aber ich habe keines gefunden, das sich mit ausbleibender Heilung bei (chronischer) Krankheit auseinandersetzt. Ich werde den Blick auf Gott richten, damit die Leser Gott auch in der Krankheit erleben (im „dunklen Tal“). Halt so, wie es David beschreibt:

Auch wenn es durch dunkle Täler geht, fürchte ich kein Unglück, denn du, HERR, bist bei mir.

Psalm 23,4 Hoffnung für alle Bibel

Wenn du mich in diesem Vorhaben unterstützen willst, freue ich mich über deine Gebete und/oder Spende.

Willst du mehr wissen? Höre dir meinen Talk an (Link unten), kontaktiere mich HIER oder sende mir eine E-Mail auf reto.kaltbrunner(at)gmx.ch

God bless you,

Krieg in der Ukraine – eine weitere Wehe? 

Mich beschäftigt der Krieg nicht nur weil Krieg immer grausam ist. Dieses Blutvergiessen ist uns näher – geographisch und auch emotional. Aber am meisten schmerzt uns, wenn wir um Familie, Freunde oder Bekannte bangen müssen! 

Pastorenpaar ICF Kiev

So hat unser befreundete ICF Pastor Andrey (ICF Kiev) in einer bewegenden Videonachricht an uns ICF Pastoren beschrieben, wie er seine Familie zur Grenze gebracht hat und dann in die Hauptstadt zurückkehrte. Jetzt dient er gemeinsam mit den anderen Kirchen den Menschen in Not, lebt und erzählt das Evangelium. Viele Ukrainer und Ukrainerinnen setzen zum ersten Mal ihr Vertrauen auf Jesus, unseren Retter in der Not!

Man hört immer wieder Sätze wie: „In der Dunkelheit scheint das Licht am hellsten!“ und fragt sich, ob solche Aussagen nicht nur ein billiger Trost sind. Was Andrey in Kiev erlebt zeigt uns, dass dieser Satz der Realität entspricht!

Auch die ICF Church in Polen ist aktiv! Gemeinsam mit dem Hilfswerk ‚feed the hungry‘ Organisieren sie tonnenweise Lebensmittel für Ukrainische Familien. Diese werden per Lastwagen an die Grenze gebracht und von dort aus mit kleineren Fahrzeugen in der Ukraine verteilt.

Jesus gibt uns einen prophetischen Blick vom Ende unserer Zeit, der Vorbereitung für das Wiederkommen von ihm selbst, unserem Retter (Matthäus 24,8). Es wird immer deutlicher, dass nur jemand von ausserhalb unseres Raumes und unserer Zeitrechnung uns alle aus dieser sich zuspitzenden Misere befreien kann. Jesus ist der Erlöser und bald kommt es zum finalen Showdown! Genauso wie bei einer Geburt: 

Wenn die werdende Mutter die letzten Wehen spürt, fühlt sie sich dem Tod näher als dem Leben im Wissen, dass das Leiden schon bald vorbei und das Kind geboren ist. Neues Leben entsteht!

Mir hilft diese prophetische Sicht, mit aktuellen Krisen in der Welt umzugehen. Ich kann für die Menschen beten, Geld spenden, Flüchtlinge aufnehmen – aber das ganze Leiden auflösen kann nur einer: Unser Erlöser Jesus Christus!

Es gibt noch einen weiteren Aspekt, was dieser Krieg bewirkt: ‚Alijah‘. Alijah meint die Einwanderung der Juden nach Israel. So wurde die Hilfsorganisation ICEJ von der israelischen Einwanderungsbehörde gebeten, sie bei der Flucht ukrainischer Juden nach Israel zu unterstützen. Gott sammelt sein Volk.

Ich wünsche uns, dass wir aus Mitgefühl beten und handeln können. Und, dass wir gleichzeitig loslassen können, im Vertrauen auf unseren allmächtigen Gott, der nicht schläft. Jesus baut sein Reich mitten in der Dunkelheit!

Neu anfangen heisst “trennen“!

Die meisten Massnahmen sind aufgehoben und vielleicht fühlst Du Dich wie in der NZZ erwähnt, wie nach einer Trennung:

Man trauert einer Situation nach, die längst unerträglich geworden ist.

Aber jetzt gilt es neu anzufangen!

„Hebt euch aus den Angeln, ihr Tore! Öffnet euch weit, ihr alten Portale, denn der König will einziehen, die höchste Majestät!“

Psalm‬ ‭24:7‬ 

In diesem Jahr sind Corinne & ich 20 Jahre verheiratet und wir feiern auch im ICF unser 20 jähriges Jubiläum! Heute ist der 22.02 2022 – so viele Zweien! Das erinnert mich an den zweiten Tag: Gott hat das Wasser der Erde (Flüsse, Seen, Meere) vom Wasser im Himmel (Atmosphäre) getrennt. Gott hat etwas „getrennt“ und es war gut!

Jetzt müssen auch wir wieder „trennen“. Wir alle müssen wieder in die Eigenverantwortung finden und Prioritäten setzen! ‚Für was will ich meine Energie einsetzen? Für was nicht mehr?‘

Das Aufheben der Maßnahmen gleicht einem Neuanfang.

Neuanfangen heißt immer auch Loslassen und mutige Schritte wagen. Wir laden Dich von Herzen ein, die Celebrations vor Ort zu einer Priorität zu machen. Denn der Sonntag ist ein wichtiger Bestandteil von Glaubens-Inspiration, Hören aus Gottes Wort und gemeinsamer Anbetung.

Unterschätze nicht die Kraft, die von Deiner blossen Anwesenheit ausgeht! Regelmäßiges Teilnehmen ermöglicht Dir (und Deinen Kindern) Beziehungen zu anderen Gläubigen aufzubauen und so ihren Glauben zu festigen.

Denn gute Beziehungen tragen uns durchs Leben.

Ich hoffe, ich konnte Dich mit diesen Worten ermutigen. Lass uns die Tore für Jesus GEMEINSAM vor Ort weit öffnen!

Herzliche Grüsse,

Josef, die erste Trans-Person der Bibel???

Dies ist eine persönliche Stellungnahme von Reto Kaltbrunner zu einem Artikel (LINK) des Reformierten Kirchenboten St.Gallen.
Picture by Brett Jordan

Klar, die Geschichte von Josef und seinen Brüdern im Alten Testament ist hart. Aber sie ist auch eindeutig und klar: Der Text der Bibel und Grundkenntnisse der damaligen Kultur geben uns keinen Grund zur Annahme, dass Josef wegen seines Kleides eine Transperson gewesen sein soll.

Das sieht der Autor des Artikels anders:

Der Bruder war trans und das gefährdete – damals wie heute – heterosexuell identifizierte Männer in ihrem Mannsein, macht aus liebevollen Brüdern plötzlich gewalttätige Schläger, ja Mörder.

Zitat aus dem reformierten Kirchenboten St.Gallen

Der Verfasser des Artikels ist ausgebildeter Theologe. Seine Art der Bibelauslegung zeigt eindrücklich, wie man seine eigenen Ideen in einen Text hineinlesen kann. So legt man sich ein eigenes Evangelium zurecht, welches mit den persönlichen Überzeugungen kompatibel wird, anstatt den Text zu sich reden und sich von ihm verändern zu lassen.

Denn der biblische Kontext ist klar dargelegt, es besteht kein Spielraum bei der Auslegung. Die Annahme, dass Josefs Kleid ein Frauenkleid gewesen sein soll, ist sehr kreativ, aber an den Haaren herbeigezogen.
Der Autor sagt im selben Artikel auch folgendes: 

„Ich verstand jedoch nie, wieso seine (Josefs) Brüder  ihn so hassten, dass sie ihn als Sklaven verkauften, wieso sie ihn mit so viel Brutalität demütigten.“ 

Natürlich, das Verhalten von Josefs Brüdern verstehe auch ich aus menschlicher und moralischer Sicht überhaupt nicht! Es ist unglaublich schlimm, was die Brüder Josef angetan haben!

Aber wer die ganze Geschichte liest, hat kein Problem, dies in einen sinnvollen Kontext zu bringen und mit Geist, Verstand und Herz zu erkennen, was da wirklich gelaufen ist. So abgrundtief das Handeln von Josefs Brüdern auch war, die Motivation dahinter ist eindeutig: Es war Eifersucht!

Der Autor dieses Artikels ist reformierter Pfarrer und Teil einer wachsenden Bewegung, welche die Gender-Idiologie in der Kirche etablieren will.


Diese geschichte derart umzudeuten finde ich unerhört!


Josef wird als Transgender dargestellt, weil er ein besonderes Kleid von seinem Vater bekommen hat. Allerdings handelt es sich hier nicht um ein Frauenkleid, sondern um ein „königliches“ Kleid!

Das war auch der Grund, dass Josef den Hass seiner Brüder auf sich gezogen hat: Sie waren eifersüchtig!

Wäre Josef wirklich Transgender gewesen, hätte ihn sein Vater mit Sicherheit verstossen oder mindestens ignoriert, enterbt oder etwas dergleichen (aufgrund der patriarchalischen Kultur ist es nicht schwer, sich das vorzustellen). Wenn, dann hätte Josef das Kleid gegen den Willen seines Vaters getragen, als Zeichen seiner „Pride“. Aber das war nicht der Fall, denn sein Vater Jakob hat ihm dieses Kleid geschenkt und Josef hat es mit Stolz getragen, was seine Brüder eifersüchtige machte.

Es ist sonnenklar, dass Josef den Segen seines Vaters hatte, dieses Kleid zu tragen, denn Jakob liess es extra für seinen Sohn anfertigen! Jakob wäre nicht auf die Idee gekommen, einem seiner Söhne ein Frauenkleid zu schenken und ihn auch noch aufzufordern, es öffentlich zu tragen. Jakob hätte (im damaligen kulturellen Kontext) sich und seinen ganzen Clan entehrt.

Es war vielmehr so: Jakob sah in Josef etwas, was Josefs Brüder nicht sahen. Jakob sah sicher nicht einen „Cross-Dresser“, sondern einen privilegierten Mann, dem viele Türen offen standen, mit viel Einfluss, mit „königlichem“ Status.

Josefs Vater hatte eine prophetische Sicht auf seinen Sohn, die sich später auch erfüllte, als Josef zum zweitmächtigsten Mann Ägyptens ernannt wurde.

Reto Kaltbrunner

Das Grundwissen des damaligen kulturellen Kontexts sowie eine Lektüre der ganzen Josef Geschichte zeigt uns das, was damals wirklich passiert ist: Ein Fall familiärer Eifersucht mit katastrophalen Folgen. Es war auf jeden Fall nicht ein Fall von Crossdressing oder Transgendertum.


‚Jakob liebte Josef mehr als die anderen Söhne, weil er ihn noch im hohen Alter bekommen hatte. Darum ließ er für ihn ein besonders vornehmes und prächtiges[1] Gewand anfertigen. 4 Natürlich merkten Josefs Brüder, dass ihr Vater ihn bevorzugte. Sie hassten ihn deshalb und konnten kein freundliches Wort mehr mit ihm reden.’1. Mose 37, 3&4 HFA https://www.bibleserver.com/HFA/1.Mose37

Lieber Leser, liebe Leserin, bitte lies die Geschichte in der Bibel nach! Zu welchem Schluss kommst Du?

Wenn Vorbilder weg brechen…

Per Zufall bin ich auf diesen Artikel im People Magazin gestossen:

zum Artikel

Diese News haben mich echt bewegt. Gleichzeitig erinnere ich mich daran, dass dies nicht das Ende von „Pastor“ Carl sein muss. Es bedeutet zwar das Ende seiner Zeit bei Hillsong. Aber sein Pastor, Brian Houston sagt treffend:

They (Carl and Laura Lentz) have a heart for people and we are confident that after a time of rest and restoration, God will use Carl in another way outside of Hillsong church.

Brian Houston

Mit anderen Worten: Es geht weiter! Gib nicht auf! Steh auf, bring dein Leben in Ordnung und mach dich ready, Gott wieder zu dienen! Ein solch zerbrochener Mensch, ist ein veränderter Mensch – ein geheiligter Sohn Gottes. Auch diese Krise ist ein Chance!

Die News um Carl Lentz erinnern mich an vier Dinge:

Beten wir für unsere geistlichen Leiter und Leiterinnen!

Paulus fordert die Christen mehrmals auf, für ihn und seine Mitstreiter zu beten.

Liebe Brüder und Schwestern, wir sind durch die Liebe des Heiligen Geistes miteinander verbunden. Deshalb bitte ich euch im Namen von Jesus Christus, unserem Herrn, inständig: Helft mir bei meinem Kampf, indem ihr für mich betet!

Römer 15,30

Weil auch wir Leiter und Leiterinnen den selben Versuchungen ausgesetzt sind wie du, brauchen wir dein Gebet!

Menschen bleiben menschlich.

Vorbilder sind wichtig. Und es lohnt sich, diese weise zu wählen!

Denkt an die Leiter eurer Gemeinden, die euch Gottes Botschaft weitersagten! Vergesst nicht, wie sie Gott bis zu ihrem Lebensende die Treue gehalten haben. Nehmt euch ihren Glauben zum Vorbild. Jesus Christus ist und bleibt derselbe, gestern, heute und für immer.

Hebräer 13,7

ABER: Sei dir immer bewusst, dass auch deine grössten Vorbilder Fehler machen! Wie verändert sich deine Beziehung zu Gott, wenn dein Pastor sich einen krassen Fehltritt erlaubt? Bitte, mach deinen Glauben nicht abhängig von deinen geistlichen Vorbildern. Sondern baue deinen Glauben auf Jesus Christus, das Gebet und dein persönliches Bibellesen!

„Es ist viel besser, beim Herrn Schutz zu suchen, als sich auf Menschen zu verlassen.“

Psalm 118,8

Hört endlich auf, euch auf Menschen zu verlassen! Sie vergehen wie ein Lufthauch. Was kann man schon von ihnen erwarten?

Jesaja 2,22

Lebe authentisch!

Solange wir leben, werden wir vom Teufel versucht. Jesus kennt jede Herausforderung und kann uns helfen.

Jede Versuchung ist eine Chance, sie zu überwinden und seinen eigenen Glauben zu stärken.

Jedes Scheitern ist eine Chance, in aller Demut zu Jesus umzukehren, zu bekennen und aus der Kraft der Gnade zu leben.

Wer eine Gemeinde leitet, darf mit seinem Leben keinen Anlass zur Klage geben, denn er trägt die Verantwortung für die Gemeinde Gottes. Darum darf er weder überheblich noch jähzornig oder gewalttätig sein, kein Trinker, und er soll nicht darauf aus sein, sich durch unehrliche Geschäfte zu bereichern.

Titus 1,7

Wir brauchen einander!

Ich brauche vertrauenswürdige Menschen in meinem Umfeld, …

  • denen ich meine Sünden bekennen kann, ohne dass sie mich verurteilen.
  • die für mich beten und mich ermutigen.
  • die mich so fest lieben, dass sie mir auch meine blinden Flecken aufzeigen.

Wer sind diese Menschen in deinem Leben?

Es ist nichts Neues, dass Vorbilder weg brechen. Und es wird wieder geschehen…

Von Christ zu Christ bitte ich dich: Bete für deine Leiter und Leiterinnen! Und von Pastor zu Pastor bitte ich dich: Lebe authentisch!

Gibt es ein lockeres Christen-Leben?

Wir leben in „crazy times“! Ja, auch ich hab’s noch erkannt…

Was vor wenigen Jahren noch eindeutig als falsch galt, ist heute gesellschaftlich (und z.T. auch in Kirchen) anerkannt. Lies die Tageszeitung, dann weisst du was ich meine. Wenn du es dann immer noch nicht verstehst, liegt es wahrscheinlich daran, dass du unseren Gott und sein Wort nicht gut genug kennst.

Das Evangelium (die gute Nachricht) war schon immer herausfordernd. Und das muss so sein! Denn: Wer die Herausforderung annimmt, erlebt Befreiung! Wenn wir die Botschaft des Evangeliums den Werten der Gesellschaft anpassen, verliert es seine Kraft. Es ist dann zu schwach, uns von unserer Schuld zu befreien – denn was Gott falsch nennt, nennt dieses „progressive“ Evangelium „richtig“. Und somit ist die Erlösung und das Evangelium von Jesus Christus hinfällig.

Damit wir auch im Jahr 2035 unsere christlichen Werte frei leben können, müssen wir jetzt unsere Stimmen erheben.

Vor einigen Jahren hast du dir beim Begriff „geistliche Kampfführung“ vielleicht noch die Stirn gerunzelt. Doch die Zeiten ändern sich rasant: Heute ist es offensichtlich, dass ein Kampf tobt. Die Fronten werden immer sichtbarer. Darum, nimm deine Position ein und …

  • „Steh auf!“ -> Liebe Gott mit all deiner Kraft. Und liebe deinen Nächsten wie dich selbst!
  • „Nimm dein Schwert!“ -> Studiere täglich Gottes Wort, die Bibel. Und bete zu Gott!
  • „Wähle deine Armee!“ -> Wer sind die Kämpfer an deiner Seite?
  • „Kämpfe!“ -> Sei bereit, für Jesus und seine Wahrheit einzustehen!
  • „Gib nicht auf, vertraue!“ -> Gott hält seine Versprechen!

Jesus sagt: „Alle Welt wird euch hassen, weil ihr euch zu mir bekennt. Aber wer bis zum Ende standhält, der wird gerettet.“

Markus 13,13

Das sage ich (Jesus) euch: „Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen.“

Lukas 12,8

Wo ziehst du die Grenze? Was ist in deinen Augen richtig und was ist falsch? Für welche Wahrheit setzt du dich ein? Gegen welche Lüge kämpfst du? Die Zeiten des lockeren Christen-Lebens sind definitiv vorbei. Willst du den Menschen oder willst du Gott gefallen?

‚Zum Schluss noch ein Wort an euch alle: Werdet stark, weil ihr mit dem Herrn verbunden seid! Lasst euch mit seiner Macht und Stärke erfüllen! Greift zu all den Waffen, die Gott für euch bereithält, zieht seine Rüstung an! Dann könnt ihr alle heimtückischen Anschläge des Teufels abwehren.‘ Epheser 6,10&11