RADICALS – Elisabeth von Thüringen (3/3)

Elisabeth setzte das ein, was sie hatte

Hast du manchmal auch das Gefühl, du könntest und solltest noch mehr für Gott tun?

Elisabeth hat Jesus gedient, mit dem was sie hatte: Einfluss und Geld. Sie setzte ihren Einfluss ein, um alle Armen der Region zu einem Fest einzuladen. Am „Fest der Armen“ verteilte sie dann unter 1000 Personen einen Viertel ihres Vermögens.

Auch Mose hat Gott mit dem gedient, was er hatte! Gott fragt Mose beim brennenden Dornbusch: „Was hast du da in der Hand?“ Mose antwortete: „Einen Stab“. Dann forderte Gott ihn auf, den Stab auf den Boden zu werfen. Und der Stab wurde lebendig!

Moses‘ Stab steht für Identität (mit dem Stab outete er sich als Schafhirte), Einkommen (Schafwolle, -fleisch) und Einfluss (er leitete seine Herden mit dem Stab).

In dieser Situation war es, als würde Gott zu Mose sagen: Vertraue mir deine Identität, dein Einkommen und deinen Einfluss an und ich werde etwas grösseres daraus machen! Ich werde ihm Leben geben! So konnte Mose später mit dem Stab ein Meer teilen und Wasser aus einem Felsen fliessen lassen.

Was hast du in deinen Händen? Bist du bereit es loszulassen? Glaubst du, dass Gott mehr daraus machen kann?

Hier findest du einen Video zum Thema.

RADICALS – Elisabeth von Thüringen (2/3)

Elisabeth lässt sich durch nichts abbringen

Als Elisabeth 20 Jahre alt war, starb ihr Mann an der Seuche. Sein Tod veränderte alles!

Elisabeth lebte mit ihrer Leidenschaft für die Armen im Widerspruch mit ihrer Familie. Diese wollten, dass sie ihren Adelspflichten nachkommt und sich wie eine Prinzessin verhält. Elisabeths Mann stellte sich bei Anfeindungen seiner Familie schützend vor Elisabeth. Er unterstützte Elisabeth sogar in der Umsetzung ihrer Vision! Auf einmal ist er Tot und Elisabeth steht alleine da.

Manchmal lässt Gott Situationen zu, in denen unsere Visionen getestet werden. Meinen wir es wirklich ernst oder ist es nur ein „Furz“? Sind wir bereit, den Preis zu bezahlen oder machen wir es nur, wenn’s gemütlich geht?

Elisabeth hat den Preis bezahlt: Sie wurde von der Familie am Hof verstossen und lebte dann in einem alten Schweinestall. Interessant ist, dass es für Elisabeth keine Frage war, ob sie den Menschen vergeben soll, die sie verletzt haben. Vielmehr war sie Gott dankbar, dass sie für Ihn leiden durfte!

RADICALS – Elisabeth von Thüringen (1/3)

Eine Prinzessin dient den Ärmsten

Elisabeth wurde als Königstochter geboren und wurde in eine mächtige Familie „verheiratet“. Doch schon als Kind wollte sie lieber ihr Leben in Arme und Kranke investieren, als nur ihren Reichtum und Einfluss zu geniessen. So trug sie unter ihrer Hofkleidung ein Büssergewand, verschenkte ihre teuren Kleider und wertvollen Schmuck an Arme! Sie verrichtete Arbeiten, die als besonders entwürdigend galten (weben und spinnen). Sie wusch und bekleidete Verstorbene, um ihnen eine würdige Beerdigung zu ermöglichen. Sie kümmerte sich voller Liebe um die, die am Rand der Gesellschaft lebten.

Dieser Lifestyle war für Elisabeth mehr als nur „den Armen helfen“: Elisabeth liebte Jesus über alles und wollte ihm diese unendliche Liebe zeigen!

In der Bibel steht: „Wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott“. Wie begegnest du den Armen in deinem Umfeld? Den Bettlern auf der Strasse? Den Waisenkindern in den Nachrichten? Den Unwetter-Opfern in der Zeitung?

Wir können Gott auf viele Arten zeigen, wie wichtig Er uns ist: Mit Musik, Gebet, Arbeit und indem wir grosszügig mit den Armen sind!

ICF Serie RADICALS: Franz und Klara von Assisi (5/5)

Konflikte!

Franz und Klara hatten Konflikte und sie stellten sich diesen. Wer ein radikales Leben führt, konfrontiert andere Menschen und löst so Konflikte aus.

Hier drei Wege, wie Franz und Klara mit Konflikten umgegangen sind:

  1. Unterordnung: Franz hatte einen Konflikt mit dem Papst Innozenz III. Dieser forderte Franz auf, er solle sich mit den Schweinen im Dreck wälzen und zu ihnen predigen. Franz (die „radikale Sau“) tat es! Dann hat er den Papst aufgefordert, nun auch seiner Bitte entgegen zu kommen.
  2. Kompromiss: Franz hatte eine tiefe Abneigung gegen jede Art der Hierarchie! In seinem Orden waren alle gleichartig und -berechtigt (anders als in der hierarchischen Kirche seiner Zeit). Als er von einer längeren Reise zurückkehrte, gab es eine Meinungsverschiedenheit im Orden, welche zu einer Spaltung geführt hat. Dies brachte ihn dazu, einen Kompromiss zu machen und gewisse Strukturen im Orden einzuführen.
  3. Trennung: Franz hat sich von seinem Vater getrennt. Klara hat sich von ihrer adeligen Familie getrennt. So haben sie eine Grenze gezogen, damit sie das Leben führen konnten, für das sie sich selber entschieden haben. Ein Leben mit Gott!

ICF Serie RADICALS: Franz und Klara von Assisi (4/5)

Das Leben in absoluter Armut

Franz und Klara führten aus Überzeugung ein solches Leben. Dieses beinhaltet: Buchstäbliche Armut, völliger Verzicht auf materielle Güter, kein fester Wohnsitz. Die Franziskaner haben nichts, wofür sie Gott dankbar sein können, ausser dafür, dass er sie gemacht hat. „Sei gelobt, weil du mich erschaffen hast!“

Ich bin der Überzeugung, dass Gott uns materielle Güter und Geld zur Verfügung stellt, weil er uns liebt und damit wir etwas daraus machen.

Trotzdem finde ich die Stimme von Franz und Klara in unserer Gesellschaft wichtig: Sie hatten nichts, damit sie nur noch Jesus hatten! Sie wurden körperlich arm, damit sie geistlich reich sein konnten.

Was würde in deinem Leben übrig bleiben, wenn du alles verlieren würdest? Und würde dir der Jesus, den du jetzt kennst, reichen als einziger „Besitz“?

ICF Serie RADICALS: Franz und Klara von Assisi (3/5)

Dein Lebensziel bestimmt deinen Lebensstil!

Hast du vor Augen, was du in 20, 30 oder 40 Jahren gerne erreichen würdest? Oder lebst du unbewusst?

Franz und Klara hatten ein klares Ziel vor Augen; dies gab ihnen Kraft für ihre Leben!

Die Predigt war zur Zeit von Franz (13 Jh.) das höchste in der Kirche und bei den Mönchen. Franz hat diese Regel auf den Kopf gestellt: Er lebte die krasse Armut (als Protest zur reichen Kirche, welche die Armen vergessen hatte). Für ihn war klar: „Mein Leben ist meine Message!“. Und nebenbei hat er noch gepredigt.

Was mich beeindruckt ist eine Aussage von Klara: „Mein einziges Privileg ist, keine Privilegien haben zu müssen.“ Für dieses Privileg (und gegen die Adels-Verpflichtungen) hat sie ein leben lang gekämpft. Zwei Tage vor ihrem Tod wurde ihr vom Papst schriftlich bestätigt, dass ihr Orden in absoluter Armut leben darf.

ICF Serie RADICALS: Franz und Klara von Assisi (2/5)

Auch Klara hat ein Zeichen gesetzt!

Sie ist in einer adeligen Familie aufgewachsen. Adel verpflichtet… Und diese Tatsache hat Klara nicht gefallen! Mit 18 Jahren hörte sie Franz predigen. Danach wollte sie nur noch eins: Genau so leben, wie Franz. Bald hat sie das Gelübde (um dem Orden beitreten zu können) abgelegt. Damit Klara nicht in einer riesigen Männer-WG leben musste, hat Franz einen neuen Orden für sie gegründet.

Ich kann mir vorstellen, dass es für die Familie von Klara nicht einfach war, den Wandel ihrer Tochter zu akzeptieren. Wahrscheinlich haben sie alles daran gesetzt, um sie wieder zurück zu gewinnen. Da Klara es leid war, sich ständig zu rechtfertigen, hat auch sie einen alles klärenden Schritt gewagt: Sie liess sich die Haare abrasieren! Mit kahlem Kopf ging sie zu ihrer Familie und sagte mit anderen Worten: „Ist jetzt alles klar?“

Dieser Schritt hat sich für Klara gelohnt: Später sind auch zwei ihrer Schwestern und ihre Mutter dem Orden beigetreten!

Es lohnt sich, Stellung zu beziehen und klare Sache zu machen!

ICF Serie RADICALS: Franz und Klara von Assisi (1/5)

Franz und Klara haben ein Zeichen gesetzt!

Franz war von Beruf „Sohn“ – er ist in einer wohlhabenden Familie aufgewachsen. Er hat das „wilde“ Leben ausprobiert. Nachdem er seinen Traum (als Ritter in den Krieg ziehen) verwirklicht hatte, ist er in eine Sinn-Kriese gefallen. Durch eine Predigt hat er sich für ein Leben in totaler Armut entschieden. Eigentlich wollte sein Vater, dass Franz das erfolgreiche Familienunternehmen weiterführt. Aber Franz war fest enschlossen, seine eigenen Pläne umzusetzen und sein Leben ganz Gott zu widmen.

Um seine Entscheidung zu unterstreichen, hat er in aller Öffentlichkeit ein klares Zeichen gesetzt: Er hat sich nackt ausgezogen und seine Kleider seinem Vater zurückgegeben. Mit anderen Worten hat er mit dieser Handlung gesagt: „Ich habe eine neue Identiät! Ich trenne mich von den Plänen, die du mit mir hast! Ich werde das tun, was Gott von mir erwatet!“

Manchmal müssen wir ein klares Zeichen setzen! Dies macht unsere Leben leichter, denn die anderen wissen woran sie bei uns sind. Und wir selber wissen es auch!

Regeln im ICF?

Ich liebe ICF!

Ein wichtiger Grund für diese Liebe ist die Art, wie ICF strukturiert ist.

Eigentlich haben alle Institutionen klein angefangen. Und je grösser sie wurden, desto länger wurde die Liste der Regeln (und Dogmen). Man hat Angst, es könnte der Gründergedanke verloren gehen… oder die Identität der Institution!

ICF hat auch eine Struktur (man würde es fast nicht glauben). Allerdings legen wir mehr Wert auf den Inhalt, als die Form! Was möchten wir zum Beispiel mit der Art, wie wir Kirche machen, aussagen? Damit bewirken?

Deshalb haben wir keine Regeln, sondern Werte:

Am Puls der Zeit

Wir fragen uns ständig, wie Kirche heute sein muss, damit sie Menschen anspricht.

Vom Leben begeistert

Wir sind begeistert vom Leben mit Gott und haben eine positive Lebenseinstellung.

Gemeinschaft erleben
Wir sind liebevoll füreinander da und geniessen gemeinsam das Leben.

Potential entfalten
Wir unterstützen Menschen, damit sie aufblühen und ihr volles Potential entfalten können.

Das Beste geben
Für Gott geben wir unser Bestes. Wir legen Wert auf Qualität.

Nichts ist unmöglich
Wir glauben, dass für Gott alles möglich ist.

Wozu Regeln?

Zuviele Regeln töten das Leben! Keine Regeln führen zu Chaos!

Regeln sind grundsätzlich nichts schlechtes: Sie klären die Erwartungen, die jemand an mich hat. Dank diesen Regeln kann ich mich entscheiden, ob ich dabei bin oder nicht. Benedikt hat von niemandem erwartet, dass er seine Regeln befolgt – ausser von denen, die sich dafür entschieden haben! Der Beitritt ins Kloster war freiwillig. Mit dem Beitritt wurden die Regeln allerdings pflicht!

Regeln stinken uns dann, wenn es uns etwas kostet, danach zu leben. Aber genau dafür gibt es Regeln. Sonst tut jeder nur noch das, was er tun möchte. Chaos!

  • „Ich bin froh um die Regel, dass man im Quartier nur 30 KM/H fahren darf, so sind meine Kinder etwas sicherer!“
  • „Ich hasse es, dass man im Quartier nur 30 KM/H fahren darf! Es hat mich 100.- gekostet!“

Was REGELN betrifft, möchte ich nach diesem Grundsatz leben: So viel wie nötig, so wenig wie möglich!

Im nächsten Blog dann mehr zum Thema ICF und Regeln.