Wilhelm Busch (1897-1966)

Vorbilder sind „Lebensbilder“. Es sind Menschen, an denen wir uns orientieren können. Männer und Frauen, die uns inspirieren und ermutigen. Personen wie Du und ich: Durchschnittlich, z.T. erfolgreich und glücklich, manchmal niedergeschlagen und geplagt. Diese Lebensbilder geben uns Orientierung und zeigen uns Möglichkeiten. Sie öffnen neue Türen und erweitern unseren Horizont.

Dies ist ein Artikel, einer 30 wöchigen Serie über bekannte und weniger bekannte Lebensbilder. Ich wünsche Dir viel Freude beim Lesen und freue mich immer über Kommentare und Rückmeldungen! Wenn Du keinen Beitrag verpassen willst, folge diesem Blog und Du wirst jeweils per E-Mail informiert.

God bless you,

„Die Hauptsache ist, dass die Hauptsache (das Erlösungswerk Jesu Christi) die Hauptsache bleibt.“

Willhelm Busch

„Ein echter Brandstifter war er, ein heisser Feuerleger, ein Zündler dem Jesu Wort wie ein Pfeil im Fleisch steckte. Wilhelm Busch brannte wie eine Fackel, und um ihn herum brannten seine Leiter wie ein Fackelzug.“ So beschrieb sein Pfarrkollege Konrad Eisler einmal den Leiter des Essener Jugendhauses.

Wilhelm Busch

Wilhelm Busch wurde 1897 in Elberfeld als ältester Sohn eines Pfarrers geboren. Zum persönlichen Glauben fand er als junger Leutnant an der Kriegsfront in Frankreich. Nach dem Ersten Weltkrieg studierte er in Tübingen zu Füssen von Lehrern wie Adolf Schlatter und Karl Heim Theologie. Seine erste Pfarrstelle war im Bergarbeiterbezirk Essen-Altstadt. 1923 heiratete er seine Frau Emmi. Sie war für den gleichzeitig humorvollen aber auch oft betrübten Mann die Freude des Lebens und eine grosse Hilfe in seinem vielfältigen Dienst an jungen Menschen. „Als wir 40 Jahre verheiratet waren, sagte ich ihr; ‚Wenn ich es nochmals zu tun hätte, ich liefe dir nach bis ans Ende der Welt.‘ Da lachte sie und meinte, ihr ginge es genauso. Das kann ich nun nicht gut verstehen, weil ich mich kenne.“

Wilhelm Busch war ein begnadeter Prediger und Jugendevangelist. 1930 wurde er als Jugendpfarrer im Essener Jugendhaus angestellt, dem späteren Weigle-Haus. Diese Position behielt er bis zu seiner Pensionierung. Wilhelm Busch bezeichnete sich einmal spasseshalber als ältester Jugendpfarrer der Welt. Neben seiner Tätigkeit als Jugendpfarrer diente er immer wieder als vollmächtiger Evangelist. Seine Evangelisationsvorträge waren oft überschrieben mit „Jesus unser Schicksal“. Der gleichnamige Bestseller wurde aus Tonbandaufnahmen seiner Predigten nach seinem Tode zusammengestellt.

Wilhelm Busch zögerte nie, Misstände in Kirche und Gesellschaft beim Namen zu nennen. Er war dreimal wegen seiner Kritik am Naziregime im Gefängnis. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab er ab 1948 die Monatszeitschrift „,Licht und Leben“ heraus, die zu einer vielbeachteten Stimme des Pietismus in der evangelischen Kirche wurde. Er prangerte in gleicher Weise den theologischen Liberalismus wie eine tote Rechtgläubigkeit an, der es an Leidenschaft für Jesus und seinen Auftrag, das Evangelium in die Welt hinauszutragen mangelte.

Am meisten litt er unter der Uneinheit der Kinder Gottes, die mehr gewissen Personen huldigten als ihrem gemeinsamen Herrn und Meister: „Welch eine missionarische Kraft ginge von einer Christengemeinde aus, wo es heisst:, Einer ist euer ‚Meister, Christus‘.“ Pfr. Wilhelm Busch hielt sich und anderen zeitlebens Gerhard Tersteegens Liedstrophe vor Augen: „In Wort und Werk, in allem Wesen sei Jesus und sonst nichts zu lesen.“ Als Mitverantwortlicher der jährlich in Essen abgehaltenen Teersteegensruh-Konferenzen farderte er massgeblich das geistliche Leben von unzählizen Menschen im deutschsprachigen Europa. Wilhelm Busch wurde 1966 auf der Rückreise von einer Evangelisation heimgerufen. Er und seine Frau Emmi hinterliessen vier Töchter und zwei Söhne.

Abschliessend ein Wort Wilhelm Buschs an Prediger: „Jede Predigt sollte Propaganda für Jesus sein. Der grösste Apostel sagte „ ..dass ich nichts unter euch wüsste, als allein Jesum Christum den Gekreuzigten“(1. Kor. 2,2). …Sooft ich auf die kanzel trete, muss ich denken: Vielleicht sitzt eine suchende Seele hier. Dieser Seele möchte ich helfen.“

Quelle: „30 kurze Lebensbilder“ von Hanspeter Nüesch, Kontaktiere den Autor per e-mail: hpnuesch7@gmail.com

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