Eingelebt und immer noch am schwitzen

Das schöne und warme Wetter hier ist genial. Man muss sich einfach an das dauer-schwitzen gewöhnen; pro Tag sollte man bis zu drei T-Shirts einplanen. Aber ich will mich nun nicht beklagen, denn ich bin mir bewusst, dass wir in der Schweiz früh genug wieder frieren werden und uns warm einpacken müssen.

In den letzten Wochen haben wir uns gut eingelebt, mir machen in der Zwischenzeit sogar die anfangs verhassten Schlaglöcher in den Strassen Spass: Die Fortbewegung auf den Strassen hier ist deshalb zwar etwas langsamer aber dafür umso abwechslungsreicher.

Die Kinder starteten in der Zwischenzeit mit der Schule. Sie besuchen eine christliche Privatschule am Stadtrand mit ca. 40 Schülern aus Grossbritannien, Korea, den USA, Deutschland und dem Rest der Welt. Die fünf anderen Schweizer Schülerinnen und Schüler haben unseren Jungs den Schulstart erleichtert. Sie sind sehr tapfer und machen es echt gut, Corinne und ich sind stolz auf sie! Der Schulalltag hier ist anders und somit eine grosse Umstellung. Die Kinder bleiben tagsüber durchgehend weg und kommen erst Nachmittags wieder nach Hause. Auch das komplette eintauchen in eine Fremdsprache ist herausfordernd.

An den Samstagen können wir auf dem ICF Campus Fussballspielen. Später startet dann die Oneeighty-Celebration.

Video vom Oneeighty im ICF Kambodscha

Sonntags starten wir früh und begleiten die Trucks, wenn sie die Kinder für die ICF-Kids-Celebration in den Villages abholen. Dazu treffen sich die Mitarbeiter um 7:00 Uhr auf dem ICF Campus und klettern nach einem kurzen Frühstück auf die Trucks. Nach ungefähr 30 Minuten Geholper sind die Villages erreicht, der Truck fährt einmal hupend zwischen den Häusern durch und sammelt dann auf dem Weg zurück auf die Hauptstrasse die Kinder ein. Es ist immer ein Caseworker anwesend, der die Anwesenheitsliste durchgeht. Caseworker sind die Männer und Frauen, die hier täglich die Familien in den Villages betreuen. Sie kontrollieren, dass die Kinder zur Schule gehen, helfen praktisch mit, geben Tips betreffend Hygiene und sind einfach für sie da. Aufgrund ihres Respekts gegenüber dem Village-Chief (sowas wie ein Häuptling) geniessen sie grosses Vertrauen in den Dörfern, sodass die Eltern ihnen ihre Kinder anvertrauen.
Während den Kinder-Celebrations hilft meine Familie meistens bei den ganz Kleinen. Es ist berührend zu sehen, wie auch Ben und Levin bereits Verantwortung übernehmen, den Kindern beim Malen helfen und ihnen Essen servieren. Gion darf während dieser Zeit an der Internationalen Smallgroup teilnehmen, Kimo (unser Jüngster) nimmt am Programm teil.

FullSizeRenderAutos anzuschaffen ist hier ein riesiger Luxus. Freunde von uns haben für einen 20 jährigen Toyota noch 2’500.- Dollar hingeblättert! In der Schweiz hätten wir für diesen Wagen eine Schrottprämie in der selben Höhe erhalten… Dank eines geliehenen Mopeds (auf welchem wir auch schon zu viert unterwegs waren) und unserem Tuk-Tuk Fahrer sind wir trotzdem Mobil. Der Tuktuk-Fahrer spricht relativ gut Englisch und bringt uns für wenig Geld fast überall hin. Durch die vielen gemeinsamen Fahrten sind wir in der Zwischenzeit Freunde geworden und er vertraut uns auch seine persönlichen Herausforderungen an. Als zuerst seine Frau und kurz darauf auch noch seine Mutter verunfallten, haben wir ihm unser Gebet angeboten. Wir erklärten ihm, dass Jesus seine Anwesenheit versprochen hat, wo zwei oder drei in seinem Namen zusammen kommen. Dieses Angebot hat er angenommen, wir haben für ihn gebetet und er hat Gottes Gegenwart gespürt.

Wir lieben es, in alltäglichen Situationen von Gott gebraucht zu werden. Wir lieben es in der Schweiz, aber wir freuen uns, dass es auch hier trotz kultureller Herausforderungen und Sprachbarrieren möglich ist. Gottes Liebe kennt keine Grenzen!

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