Frieden trotz Terror

Ist es möglich auch in solchen Zeiten des Terrors ein unbeschwertes und glückliches Leben zu führen? Ich glaube JA! Die folgenden Punkte helfen mir, auch in Zeiten von Chaos einen klaren Kopf zu bewahren und die Freude nicht zu verlieren.

Aktuell hören wir regelmässig von Terror-Anschlagen…

„Weisheit bewirkt mehr als Waffen, aber ein einziger, der Böses tut, kann viel Gutes zerstören.“ Prediger 9, 18blog2

Die Taten von einzelnen Terroristen zerstören viel Gutes: Leben, Familien und Freundschaften. Aber auch unsere Ferien- und Reiselust gehen kaputt, unsere Unbeschwertheit verabschiedet sich und unser Vertrauen in das Gute schwindet. Es ist als öffneten einzelne Menschen Tore, damit diese Welt zu einer Hölle für andere wird. Für die einen eine Hölle der Trennung, weil ihnen ihre Liebsten entrissen werden, für andere eine Hölle der Angst. Es ist als ob solche Anschläge mit lauter Stimme rufen: Auf diesem Planeten bist du nicht sicher! Vielleicht trifft es dich als nächstes, oder einen Menschen den du liebst.

 

  1. Erhalte eine ewige Hoffnung!

Dass wir auf der Erde nicht sicher sind, wissen wir nicht erst seit den vermehrten Terroranschlägen. Wir leben in einer Realität von Krankheit, Hunger, Arbeitslosigkeit, Schmerz, Streit, Krieg und vielem mehr. Diese Dinge erinnern uns daran, dass Gottes Plan mit uns Menschen ursprünglich ein anderer war, dass aber unser menschlicher Egoismus uns auf eine schiefe Bahn geführt hat.

Wir sind für etwas anderes bestimmt!

Der Mensch wurde ursprünglich für das Paradies erschaffen: Für einen Ort, wo Friede, Liebe und Freude regieren. Wir sind also nicht da, wo wir sein sollten. Und diese Erkenntnis ist nicht einfach zu verdauen, wo wir uns doch so grosse Mühe machen, uns das Paradies auf Erden zu basteln. Und ansatzweise gelingt es uns auch. Aber eben nur ansatzweise. Wir sind bestimmt für einen perfekten Ort ohne Leid und Schmerz. Es gibt Hoffnung, denn dieser Ort existiert effektiv! Allerding in einer anderen Dimension. Wo er ist, ist nicht so wichtig! Viel wichtiger ist, dass es ihn gibt und dass wir dahin kommen können. Es gibt einen, der den Weg dahin kennt. Er selbst ist der Weg und er nimmt jeden dahin mit, der mitkommen will! Dieser Weg ist Jesus.

Jesus antwortete: „Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben! Ohne mich kann niemand zum Vater kommen.“ Lukas 14,6

 

  1. Empfange übernatürlichen Frieden!

 Der hebräische Begriff „Schalom“ bedeutet zunächst Unversehrtheit, Heil, Frieden; es ist damit nicht nur Befreiung von jedem Unheil und Unglück gemeint, sondern auch Gesundheit, Wohlfahrt, Sicherheit und Ruhe. (Quelle: Wikipedia)

Dieser biblische Begriff für „Frieden“ ist also etwas Großes, Umfassendes und Veränderndes! Dieser göttliche Friede unterscheidet sich grundlegend von unserem menschlichen Frieden.

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Unser menschliche Friede ist natürlich!

Damit wir in Frieden leben können, müssen Dinge richtig laufen, dürfen wir nicht verletzt oder enttäuscht werden. Damit wir unseren menschlichen Frieden erhalten können, braucht es grosse menschliche Anstrengung! Es muss dieses empfindliche Kartenhaus aufwändig beschützt werden, denn der kleinste Windstoss zerstört allen mühsam aufgebauten Frieden.

Gottes Friede hingegen ist übernatürlich!

Jesus sagt: „Wollen die Menschen Gottes Frieden annehmen, wird der Friede, den ihr ihnen bringt, bei ihnen bleiben.“ Lukas 10,6

 Und Paulus schreibt: „Das bedeutet: Gottes Angebot, uns in sein Reich des Friedens aufzunehmen, besteht auch heute noch.“ Römer 4,6

Das „Reich des Friedens“ ist weder an einem anderen Ort, noch unerreichbar. Dieses Reich ist für jeden zugänglich. Es ist ein Reich, das sich in den Herzen der Menschen verwirklicht. Es ist darum ein übernatürliches Reich! Der Weg, wie Gott uns in dieses Reich aufnehmen kann, führt über das Vertrauen in ihn. Gott meint es gut mit dir! Er hat gute Pläne und er möchte dich segnen. Er ist der perfekte Vater, den du nie hattest! Darum kannst du ihm rückhaltlos vertrauen!

Indem du Gott, deinem himmlischen Vater, deine Sorgen abgibst, schenkt er dir im Gegenzug seinen Schalom – seinen übernatürlichen Frieden!

Wenn der Friede Gottes nicht von dieser Welt ist, bedeutet das, dass auch nichts von dieser Welt ihn zerstören kann!

 

  1. Erlebe unabhängige Freude!

Kannst du dir unabhängige Freude vorstellen? Freude, die bleibt? Freude, die nicht an ein Geschenk, einen perfekten Tag oder die gute Laune der Kollegen gebunden ist?

Freude ist eine unsichtbare Macht! Sie gibt uns Hoffnung in schwierigen Situationen, sie gibt uns Perspektive in Zeiten der Trauer und sie ist unser Antrieb, wenn wir demotiviert sind. Wenn es eine Pille gäbe, die bei der Einnahme sofort Freude auslösen würde und dies unabhängig von den momentanen Umständen, ich bin mir sicher, die wäre der absolute Kassenschlager! Ob Trauer, Schmerz oder Enttäuschung: Jederzeit Zugriff auf Freude, das wäre doch was! Diese Fantasie ist nicht weit hergeholt, denn es gibt eine solche Freude und sie ist übernatürlich:

„Was auch immer geschehen mag, meine lieben Brüder und Schwestern: Freut euch, weil ihr zum Herrn gehört! Ich werde nicht müde, euch das immer und immer wieder zu sagen; weiß ich doch, dass es euch Gewissheit gibt.“ Philipper 3,1

Paulus hat diese Worte geschrieben. Dies unter Umständen, die nicht viel Grund zur Freude geboten haben: Er war unter Hausarrest in Rom, mit einer drei Meter langen Kette war er an einen römischen Soldaten angekettet. Er war zu unrecht angeklagt, und ihm stand ein Prozess bevor, der durchaus mit seiner Hinrichtung enden konnte. Trotzdem war er voller Freude und Dankbarkeit!

Es ist also möglich, unabhängige und bedingungslose Freude zu erleben. Und diese Möglichkeit liegt in Jesus: Freue dich, dass du zu ihm gehörst!

 

  1. Lass dich nicht täuschen!

Der Teufel will dich täuschen. Er will die Realität verzerren und Dinge schlimmer machen als sie sind. Er möchte dir Angst einjagen. Wenn es in einem Menschen finster und einsam wird, freut sich der Teufel. Aber Gott freut sich, wenn es dir gut geht und du die Freude am Leben trotz Mord und Totschlag nicht verlierst. Darum: Bleibe realistisch!

Terrorismus und das „ISIS-Gespengst“ haben eine hässliche Fratze, die uns erschrecken, kleinmachen und einschränken möchte. Sie möchte uns das Gefühl geben, dass es immer und überall einen Anschlag geben kann, dass man lieber zuhause bleiben soll. Sie möchte uns in die Einsamkeit treiben, wo wir nur noch diese Fratze sehen.

Anbetung bedeutet, seine Aufmerksamkeit ungeteilt auf etwas zu richten. Es bedeutet, sein Leben davon bestimmen zu lassen. Beten wir nicht die Fratze des Terrors an! Lass nicht zu, dass die Angst deinen Alltag bestimmt!

„In Europa dem Terror zum Opfer zu fallen, ist etwa so wahrscheinlich, wie vom Blitz getroffen zu werden.“ Sagt Ortwin Renn (64), Risikoforscher an der Universität Stuttgart. Warum sollten wir uns also mehr vor dem Terror fürchten als vor Gewittern?

Es gibt sogar eine Masseinheit, mit der man das Risiko zu sterben bestimmen kann: Den „Micromort“. Im Spiegel (Ausgabe Nr. 28 vom 9.7.2016) habe ich folgendes dazu gelesen: „Diese Masseinheit beziffert die Wahrscheinlichkeit, an einem normal Tag auf unnormale Art zu sterben. Ein Micromort entspricht einer Wahrscheinlichkeit von eins zu einer Million, dass ein Mensch zu Tode kommt. Ein Kaiserschnitt hat eine statistische Wahrscheinlichkeit von 170 Micromort, eine Bypassoperation kommt auf 16’000 Micromort. Eine Motorradfahrt von 400 Kilometern kommt auf 40 Micromort – ein geringer Gefahrenwert, der aber höher ist, als besipielsweise das Terrorisiko in Frankreich im gesamten Jahr 2015. Tod durch einen Terrorangriff spielt also in der selben Probabilitätsliga wie das Risko, von einer fallenden Kokosnuss erschlagen zu werden (150 Tote pro Jahr). Oder beim Selfie rückwärts von der Klippe zu fallen.“

Schenke den Schreckensnachrichten weniger Aufmerksamkeit und lass dich dafür von Gottes positiver Botschaft erfrischen!

 

  1. Bekomme eine grössere Perspektive!

Gott steht über allem!

Manchmal scheint es, als ob Gott die Kontrolle verloren hätte. Aber das ist nicht so! Die Bibel macht uns klar, dass Gott Gutes und Böses zulässt. Allerdings nur für eine festgelegte Zeit, danach wird Gott Gericht halten. Dann wird er endgültige Gerechtigkeit herstellen, er wird die Täter bestrafen und die Opfer entschädigen. Dies erklärt Jesus in der Bibel eindrücklich (Matthäus 13 ab Vers 31).

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Gleichzeitig schaut Gott nicht tatenlos zu:

„Recht verschafft er den Unterdrückten, den Hungernden gibt er Brot; der Herr befreit die Gefangenen. Der Herr öffnet den Blinden die Augen, er richtet die Gebeugten auf. Der Herr beschützt die Fremden und verhilft den Waisen und Witwen zu ihrem Recht. Der Herr liebt die Gerechten, doch die Schritte der Gewalttätigen leitet er in die Irre.“ Psalm 146,7-9

 

  1. Benutze die mächtigste Antiterror-Waffe!

Kämpfe gegen den Terror, indem du betest!

Gebet ist nicht nur ein Tropfen auf den heissen Stein! Gebet ist DER entscheidende Teil im Kampf gegen den Terror! Warum?

Wenn ein Mensch eine so schreckliche Tat begeht und nicht nur sich selbst, sondern auch andere mit sich in den Tod reisst, muss mehr dahinter stecken! Mehr als eine kaputte Kindheit oder schlechte Behandlung durch „Andersgläubige“. Es muss ein Geist dahinter stecken. Ein Geist, dem man sich entweder öffnet oder verschliesst. Ein Geist, der Angst, Tod und Zerstörung bringen will. Dieser Geist wird dann sichtbar, wenn wir von der „Radikalisierung“ eines Menschen sprechen und es kaum glauben können, wie schnell sich diese Person zum negativen hin verändern konnte.

Wütend auf andere zu sein ist das eine. Es ist dann noch ganz was anderes, etwas so verwerfliches zu tun und tatsächlich ein Werkzeug des Teufels zu werden.

Es ist also keine Armee, sondern ein Geist, der besiegt werden muss!

„Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen Mächte und Gewalten des Bösen, die über diese gottlose Welt herrschen und im Unsichtbaren ihr unheilvolles Wesen treiben.“ Epheser 6,12

Die Polizei und das Militär kämpfen in der sichtbaren, wir kämpfen in der unsichtbaren Welt! Während dem die Bomben allerdings noch mehr Hass erzeugen, setzt Gebet Liebe und Frieden frei.

Kämpfe gegen den Terror, indem du Jesus bezeugst!

Sei ein Botschafter und hilf dabei, das Reich der Liebe und des Friedens aufzubauen.

Es ist entscheidend, dass wir Gottes Geist der Liebe unsere Gespräche prägen lassen. Wenn Gottes Liebe in uns ist, wird sie ein Segen sein für andere! Je eher ein Mensch die bedingungslose Liebe Jesu’ erlebt, desto weniger wird er vom Hass anderer Religionen verblendet. In anderen Worten: Die radikalen Islamisten machen ihren Job gut – es gelingt ihnen immer wieder, den Geist des Hasses zu verbreiten und Attentäter zu rekrutieren. Lass uns unseren Job auch so gut machen! Lasst uns für Jesus aufstehen und seine Liebe in Wort und Tat weitergeben! Lasst uns den Geist der Liebe verbreiten – denn er ist stärker als Hass und Zerstörung!

So geben wir Gott Raum in dieser Welt; Raum, den er erfüllen kann und in dem er regieren und sein Reich des Friedens aufbauen kann!

In dem wir uns aktiv FÜR Gott einsetzen, kämpfen wir GEGEN das Reich von Hass und Zerstörung.

„Unterstellt euch Gott, und widersetzt euch dem Teufel. Dann muss er von euch fliehen.“ Jakobus 4,7

 

Warum dieser Beitrag?

Durch zwei Erlebnisse wurde der Terror für mich persönlich. Das hat etwas in mir ausgelöst und ich merkte, dass der Terror etwas mit mir zu tun begann. Und genau das sollte nicht passieren, denn ich bin fest davon überzeugt, dass es Gottes Wille ist, dass wir im Vertrauen auf Jesus ein fröhliches Leben führen können.

Am 29. Juni 2016 starben am Flughafen Istanbul in der Türkei 41 Menschen durch Terroristen. Ich war schockiert, als ich diese Nachricht hörte. Es trifft mich immer, wenn ich von solchen Anschlägen höre. Aber dieses Mal war es anders, denn ein Freund war aus beruflichen Gründen in Istanbul – sofort habe ich ihm eine Nachricht gesendet, ob er in Sicherheit sei. Erleichtert las ich seine Antwort, dass er dank einer längeren Sitzung den Rückflug nach Zürich verschieben musste. Im Normalfall wäre er zum Anschlagzeitpunkt am Flughafen gewesen. Selten freut man sich, wenn Sitzungen „kein Ende“ nehmen. Aber in diesem Fall hat dieser Umstand vielleicht ein Leben gerettet. Gott sei dank!

Am 15. Juli erschrak mich der Terror erneut auf der persönlichen Ebene: In Nizza fuhr ein Irrer mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge, ausgerüstet mit Waffen und Granaten. Knapp 100 Menschen starben durch diese Attacke. Meine Freunde vom ICF waren gleichzeitig in einem Sommer-Camp nur 60 Kilometer entfernt. Ich wusste, dass sie von da aus Ausflüge unternahmen. War auch ein Abstecher nach Nizza am französischen Nationalfeiertag geplant? Schnell frage ich per SMS nach. Ich war sehr erleichtert zu hören, dass es allen gut ging.

Ich hoffe, dieser Beitrag hat dir geholfen! Ich freue mich über Rückmeldungen und Kommentare. God bless you!

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