So nah, und doch so weit weg

Als Kind gehörte für mich der Kirchenbesuch am Sonntag zum Wochenprogramm. Meine Eltern haben die Kirche besucht, also habe ich die Kirche besucht. Meine Eltern haben vor dem Essen gebetet, also habe ich vor dem Essen gebetet. Meine Eltern haben gesagt, dass lügen schlecht sei, also wollte ich nicht lügen. Meine Eltern hatten einen Glauben, also hatte ich einen Glauben. Ich glaubte, was sie glaubten. Mann kann es „übernehmen“ nennen. Oder „kopieren„.
Viele Menschen sind  wie ich in christlichen Familien aufgewachsen, mindestens in einem christlichen Umfeld. Geprägt von christlichen Werten, umgeben von biblischen Geschichten. Inmitten von Menschen, die sich Christen nannten oder es auch tatsächlich waren.
Irgendwann kommt der Punkt der Entscheidung. In jedem Leben. Im Bezug auf jedes Thema. Wieso lebe ich so, wie meine Eltern es für richtig halten? Soll ihr Glaube weiterhin mein Glaube sein? Was ist der Sinn bei all diesen christlichen Dingen?
Auf einmal merke ich, wie nah der Glaube um mich herum ist – aber doch scheint Gott so weit weg! Ich realisiere, dass der Glaube zwar hier ist, aber nicht IN mir…!

Das ist der Punkt der Entscheidung. Hier muss ich eine Entscheidung treffen! Ich will das ändern! Ich will meinen eigenen Glauben bekommen! Ich hinterfrage Dinge, die ich einfach so übernommen habe und ich suche in der Bibel nach Antworten! Ich diskutiere mit Menschen, die schon viele Erlebnisse mit Gott gemacht haben. Ich beginne zu beten. Ich beginne, Gott zu fragen. Ich lerne seine Stimme kennen. Ich erlebe, dass Gott auch persönlich zu mir sprechen will. Dass er an mir interessiert ist. An meinem Herz.
Jetzt wird es mein Glaube! Meine Beziehung zu Jesus! Jetzt erlebe ich Gott persönlich! Jetzt ist Jesus mir nah UND in mir drin!
Eltern und andere Christen sind wichtig, damit wir den Weg kennen lernen. Aber gehen müssen wir ihn selbst!
Hast du dich schon entschieden?

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